Mit Courage gegen Rassismus. Theodor-Heuss-Schule  hat das Zertifikat „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen bekommen
An der Theodor-Heuss-Schule ist jeder Schüler willkommen, egal welcher Herkunft. Foto: Rabenhorst

Mit Courage gegen Rassismus. Theodor-Heuss-Schule hat das Zertifikat „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen bekommen

Empelde. Die Theodor-Heuss-Schule ist eine ausgezeichnete Schule. Die Empelder dürfen sich ab sofort „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen. Das Zertifikat ist am Montag in einer Feierstunde in der Sporthalle  verliehen worden. Ein großes Schild weist an der Eingangstür darauf hin.

„Ich freue mich,  heute Eure Schule als inzwischen 281. SOR-SMC-Schule in Niedersachsen auszuzeichnen“, sagte Peter Kaufmann in der Sporthalle der Grundschule an der Barbarastraße. Dabei handelt es sich um ein Projekt beziehungsweise um ein Netz zur Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung aller Art in der Gesellschaft, erläuterte der Vertreter der Landesschulbehörde bei der Verleihung der Auszeichnung. Es sei in einigen europäischen Ländern präsent. In Deutschland haben bisher mehr als 2500 Schulen diesen Titel erworben, berichtete Kaufmann. Etwa eineinhalb bis zwei Millionen Schüler setzten so bundesweit ein Zeichen gegen Gewalt. Das Projekt sei 1995 von dem drei Jahre vorher gegründeten Trägerverein Aktion Courage unter dem Motto „all different – all equal“ initiiert worden, erinnerte Kaufmann.

Um eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu werden, müssten gewisse Voraussetzungen erfüllt sein, berichtete Kaufmann weiter. So müssen Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeiter eine Selbstverpflichtung unterzeichnen. „An unserer Schule haben mehr als 85 Prozent aller Schüler unterschrieben, dass sie aktiv gegen Diskriminierungen jeglicher Art an ihrer Schule vorgehen werden“, lobte  Schulleiterin Andrea Schirmacher in der Feierstunde. Bei dem Leitbild wenig verwunderlich. „Unsere Schule ist geprägt von gegenseitigem Respekt. Wir sind eine große Schulgemeinschaft, in der nicht nur die Kinder, sondern auch viele Lehrer aus verschiedenen Ländern kommen“, rief sie  in Erinnerung. An der Theodor-Heuss-Schule spiele weder die Hautfarbe noch das Aussehen eine Rolle. „Wir sind alles Kinder einer Welt und leben gemeinsam unter einem großen Zelt“, sagte sie.

Auch die schulfachliche Dezernentin lobte die Initiative der Grundschüler. Die Vielfalt der Gesellschaft werde an der Schule sichtbar, meinte Anne Wolters.

Neben der Selbstverpflichtung der Schule musste diese auch einen Paten finden – und das hat sie mit Bürgermeisterin Stephanie Harms sofort gefunden. Als ihr Schulsozialarbeiterin Katharina Jasiniecki  von dem Projekt erzählte, musste sie nicht lange überlegen, und habe sofort zugestimmt. „Heute ist ein ganz besonderer Tag für Euch und ich möchte euch herzlich zu dieser Auszeichnung gratulieren“, rief die Bürgermeisterin in der Feierstunde den Schülern zu. Auch sie selbst habe während ihrer Grundschulzeit immer ein gutes Miteinander und die bunte Vielfalt erleben können. „Ihr setzt damit auch für die Öffentlichkeit ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung“, fügte Harms hinzu.

Quelle: Heidi Rabenhorst

Bildquelle

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