Nikolaus Derben hält Vortrag über Reformation in Hannover und dem Calenberger Land. Männertreff Gehrden lädt in den Gemeindesaal ein
Nikolaus Derben hält kurzweiligen Vortrag über die Reformation in Hannover und im Calenberger Land. Foto: Rabenhorst

Nikolaus Derben hält Vortrag über Reformation in Hannover und dem Calenberger Land. Männertreff Gehrden lädt in den Gemeindesaal ein

Gehrden. Dass ein geschichtlicher Vortrag durchaus nicht dröge sein muss, hat Nikolaus Derben am Donnerstagabend im Gemeindesaal der Versöhnungskirche Weetzen bewiesen. Vor einem Dutzend Männern und drei Frauen referierte der Geschichts- und Deutschlehrer neunzig Minuten lang kurzweilig über „Die Reformation in Hannover und im Calenberger Land“. Der Vorsitzende des Weetzener Vereins für Denkmalpflege war einer Einladung des Männertreffs gefolgt.

„Das Thema ist deshalb so spannend und interessant, weil es zwei unterschiedliche Typen von Reformation zeigt: zum einen die religiöse Revolution von unten in der Stadt und zum andern die von oben auf dem Lande“, sagte Derben einleitend. Zehn Jahre lang war es damals dem Rat der Stadt von Hannover, in der einige Patrizier-Familien das Sagen hatten, gelungen, die „lutherische Sekte“ durch peinliche Verhöre, Geld-und Haftstrafen, durch Bücherverbrennung und durch Ausweisung aus der Stadt zu unterdrücken. Nicht verhindert werden konnte allerdings, dass die Bewegung in der einfachen Bevölkerung anwuchs  und diese in zweijährigem  Ringen  mit gewaltfeien Protestaktionen 1533 die Reformation durchsetzte. Der Höhepunkt sei der Schwur von 700  Protestanten auf dem Marktplatz am 26. Juni 1533, gewesen, Leib und Leben für ihre Sache einzusetzen. Er wurde später in dem berühmten Gemälde von Ferdinand Hodler im Neuen Rathaus eindrucksvoll dargestellt.

„Im Calenberger Land hingegen war es Elisabeth, eine junge, starke Frau, die als Witwe und Mutter des noch unmündigen Herzogs Erich II. ihre Stellung als Regentin ausnutzte, um von 1540 bis 1546 die Reformation einzuführen“, berichtete Derben. Ihr Leben habe jedoch eine tragische Wendung genommen. Nachdem ihr Sohn Erich II volljährig geworden sei und die Regierung übernommen habe, sei er zum Katholizismus übergetreten. „Er hatte sich gegen seine Mutter gestellt und hatte versucht das Rad in Calenberg wieder rückwärts zu drehen“, führte der 67-Jährige weiter aus.  Auf Dauer sei ihm das allerdings nicht gelungen.

Derben würzte seinen interessanten Vortrag mit an die Leinwand geworfenen Bildern sowie mit Zitaten aus dem Quellenbuch über die Reformation in Hannover.

Einmal im Monat treffen sich Männer aus Weetzen und Umgebung im Gemeindehaus der evangelischen Versöhnungskirche an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße 7 mit Pastor Günter Koschel zum Austausch über biblische und andere Thema oder zur gemeinsamen Freizeitgestaltung. Der Männertreff besteht seit November 2013. In der Regel trifft sich die Gruppe jeden 1. Donnerstag im Monat um 19. 30 Uhr. Jeder Mann ist herzlich eingeladen. Beim Vortrag zur Reformation waren ausdrücklich auch Frauen erwünscht.

Bildquelle

  • 01_FOTO_klein_rechts oben_Männertreff Weetzen1_rh: Heidi Rabenhorst

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