Secondhandbasar lockt seit mehr als 20 Jahren Kunden an. Verein trägt durch Verkauf Geld für soziale Projekte zusammen / Nächster Basar wird am 22. September veranstaltet
Karoline Höfer (von links), Claudia Matschofsky, Salvina Heuer, Iris Beil und Doris Peppermüller leiten die Geschicke des Vereins. Foto: Rabenhorst

Secondhandbasar lockt seit mehr als 20 Jahren Kunden an. Verein trägt durch Verkauf Geld für soziale Projekte zusammen / Nächster Basar wird am 22. September veranstaltet

Ronnenberg. Bereits vor der Eröffnung bilden sich vor der Tür lange Schlangen. „Es hat sich herumgesprochen, dass wir hier gute Sachen anbieten. Und das Geld sitzt eben bei jungen Familien auch nicht so locker“, sagt Karoline Höfer vom Secondhandbasar-Verein, der am Sonnabendvormittag im Gemeinschaftshaus den traditionellen Basar für Kinderartikel ausgerichtet hat.

Seit mehr als 20 Jahren gibt es in Ronnenberg Seconhandbasare. Die Anfänge liegen in den Achtzigerjahren, als eine Gruppe von Eltern – alle Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde – in den Räumen der Kirche untereinander Kinderkleidung getauscht haben. „Bald entwickelte sich daraus ein kleiner Flohmarkt, dann ein Secondhand-basar, der immer mehr Teilnehmer fand, sodass die Räumlichkeiten der Kirche zu klein wurden“, berichtet Höfer. Zum Glück habe sich ein Wechsel in das Gemeinschaftshaus am Weetzer Kirchweg angeboten.

Der Basar, der zweimal jährlich veranstaltet wird, ist immer größer und mit Hilfe vieler ehrenamtlicher Helfer auch professioneller geworden. Insbesondere aus rechtlichen Gründen wurde dann am 18. Dezember 2014 der SecondhandbasarVerein Ronnenberg gegründet worden. An der Spitze stehen inzwischen die erste Vorsitzende Doris Peppermüller, ihre Stellvertreterin Iris Beil, Schriftführerin Höfer sowie die Kassenwartinnen Claudia Matschofsky und Salvina Heuer. Auch die Basis stimmt: Neben 25 Mitgliedern hat der Verein, der weder Aufnahme- noch Jahresgebühr erhebt, rund 60 Helfer im Alter zwischen 18 und 70 Jahren.

Genug Arbeit gibt es. Der Basar ist weit über die Stadtgrenze hinaus beliebt. „Manche kommen sogar aus Hildesheim oder Lehrte, weil sie die Atmosphäre sehr schätzen“, sagt Höfer. Es gebe auch die Möglichkeit, gebrauchte Kinderkleidung oder Spielsachen anonym verkaufen zu lassen. Und viele Kunden, die bereits für ihre eigenen Kinder in Ronnenberg eingekauft haben, stöbern nun für die Enkelkinder.

Dazu zählen auch Manfred und Margret Brettmann aus Empelde. „Wir kommen jedes Jahr hierher und finden auch immer etwas für unsere beiden Enkelkinder“, erzählen die Großeltern. Auch Luzie ist fündig geworden: Sie hat für ihre fünf Jahre alte Schwester Lynn und für sich selbst ein Puzzle gekauft. Lore Rahe-Hortsch ist auf der Suche nach Babysachen. „Schwangere können schon eine halbe Stunde vor Basarbeginn einkaufen. Das ist toll, dann ist es nicht so voll. Meine Tochter war heute morgen auch schon hier“, erzählt die werdende Großmutter.

Mit jeweils einem Basar im Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter sammelt der Club Geld für gemeinnützige Zwecke. „Vom jeweiligen Verkaufserlös behalten wir 15 Prozent ein. Je nach Umsatz des Basers fällt dann auch die Höhe der Spendensumme aus, die meist zwischen 1000 und 2000 Euro liegt“, sagt Höfer. So konnten etwa die Aktion Sonnenstrahl, die Schülerzeitung „Leselöwen-Alarm“ der Grundschule Ronnenberg, die Jugendabteilung in der DLRG-Ortsgruppe Empelde und das Mandolinen- und Gitarrenorchester Empelde unterstützt werden. Der nächste Basar ist bereits terminiert: Er öffnet am 22. September im Gemeinschaftshaus am Weetzer Kirchweg seine Türen.

Quelle: Heidi Rabenhorst

Bildquelle

  • Secondhandbasar4 Kunden beim Stöbern: Heidi Rabenhorst
  • Secondhandbasar1 Vorstand: Heidi Rabenhorst

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