THW in Ronnenberg wird zum Vorreiter. Ortsverband erhält als eine von drei Gruppen in Deutschland Teleskopstapler / Hundestaffel ist Sorgenkind

THW in Ronnenberg wird zum Vorreiter. Ortsverband erhält als eine von drei Gruppen in Deutschland Teleskopstapler / Hundestaffel ist Sorgenkind

Ronnenberg. Der Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) in Ronnenberg hat einen neuen Teleskopstapler. Bei klirrender Kälte übergaben die SPD-Landtagsabgeordneten Kerstin Liebelt und Claudia Schüßler das Baugerät. Damit gehört das THW in Ronnenberg neben der Bundesschule Hoya und dem Ortsverband Eschweiler zu den ersten Ortsverbänden, die über einen Teleskoplader verfügen.

Der Teleskoplader hat eine Leistung von 112 PS und ermöglicht mit einer schwenk- und ausziehbaren Bühne das Arbeiten in bis zu 13 Meter Höhe. Für Einsätze und zur Sicherheit der THW-Einsatzkräfte besteht die Ausstattung zusätzlich aus einer Halterung für Atemschutzgerät, Kamerasystem und Klimaanlage. Die umfangreiche Ausstattung ermöglicht es den Ehrenamtlichen, die Teleskoplader für unterschiedliche Einsätze zu nutzen. Bevor das Gerät jedoch eingesetzt werden kann, müssen die Helfer der THW-Fachgruppe Räumen die neue Technik zunächst einmal kennenlernen. Bis dahin bleibt der alte Radlader einsatzbereit. Der Ortsbeauftragte Frank Arlt freute sich sehr über das neue Gerät, mit dem das THW künftig noch besser aufgestellt ist.

Zuvor hatte er beim Neujahrsempfang der Ortsgruppe allerdings das aktuelle Sorgenkind angesprochen: die Rettungshundestaffel. „Unsere Ortsgruppe hält hier in Ronnenberg acht Rettungshundeteams einsatzbereit, darf diese jedoch aus formellen Gründen nicht beziehungsweise nur sehr zögerlich einsetzen“, sagte Arlt. „Das Land ruht sich hier meines Erachtens auf dem Rücken der ehrenamtlichen Helfer aus.“

Per Erlass des Innenministeriums fordert das Land laut Arlt alle Organisationen, die Rettungshunde haben, dazu auf, die Polizei bei Einsätzen kostenlos zu unterstützen. Dies sei ein unhaltbarer Zustand, kritisierte er. Es sei aus seiner Sicht nicht nachvollziehbar, warum das Land Niedersachsen hier vorhandene Einsatzmittel des Bundes zur Menschenrettung aus Kostengründen zurückhalte. „Für Gespräche, auch auf höchster Ebene, stehen wir als THW gerne zur Verfügung“, sagte der Ortsbeauftragte, dessen Gruppe mit ihren etwa 70 aktiven Helfern im vergangenen Jahr rund 18 000 ehrenamtliche Arbeitsstunden absolviert hat.

Ehrungen

Gemeinsam mit dem Leiter der Regionalstelle des Technischen Hilfswerks (THW), Alexander Isaak, hat der Ortsbeauftragte Frank Arlt beim Neujahrsempfang des Vereins in Ronnenberg zahlreiche Mitglieder ausgezeichnet. Marc Hollmann, Daniel Hoffmann und Tom Tschimpke wurden für die ihre Einsatzbereitschaft und das besondere Engagement mit dem Helferzeichen in Gold geehrt. 25 Jahre dabei ist Stefan Karsten Bode, seit 20 Jahren Mitglieder sind Martin König, Tobias Knüdeler, Thomas Reitz und Patrick Lutze. Seit zehn Jahren hält Sarah Michelle James dem THW in Ronnenberg die Treue. Für seine 25-jährige Tätigkeit als Zugführer erhielt Jörg Weinert eine Ehrennadel mit Urkunde. Das silberne Sportabzeichen absolvierten Marc Hollmann und Jörg Vogel.

Quelle: Heidi Rabenhorst

Bildquelle

  • THW Ehrung Helferzeichen Gold: Heidi Rabenhorst
  • THW Fahrzeug2: Heidi Rabenhorst

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.