Vieux Farka Touré lässt das Publikum tanzen. Der Musiker aus Mali und seine Begleitband beeindrucken mit einem Livekonzert auf der Bergbühne Empelde
Vieux Farka Touré bringt die Bergbühne zum beben. Foto: Rabenhorst

Vieux Farka Touré lässt das Publikum tanzen. Der Musiker aus Mali und seine Begleitband beeindrucken mit einem Livekonzert auf der Bergbühne Empelde

Empelde. Mit der klaren Ansage „So ein niedersächsischer Sommer mit ein bisschen Schietwetter kann uns doch nichts“ eröffnete Hausherr Frank Nickel am Sonnabendabend das Konzert auf der Bergbühne Empelde. Und tatsächlich schienen der Musiker Vieux Farka Touré und die Vorgruppe Hagelslag den Regen einfach wegzuspielen.

Seine Fans nennen ihn liebevoll den „Jimi Hendrix der Sahara“. Mit Vieux Farka Touré präsentierte die Bergbühne Empelde einen der ganz großen Stars der malischen Musik. Mittlerweile steht schon sein achtes Album auf der Agenda, und er wird von der Presse als einer der ganz großen Liveacts gefeiert: „Ab und zu – wenn man wirklich Glück hat – wird man Zeuge einer Liveperformance, die alles andere einfach wegbläst“, schrieb der englische „Guardian“ über sein Londoner Konzert. Dieses ganz große Glück, ihn persönlich zu erleben, hatten am Sonnabendabend rund 160 Besucher.

Als Vorgruppe hatte die Band Hagelslag mit John Winston Berta, Benjamin Stanko, Valentin Kollenda, Jelto Makris, Aaron Hofmann und Akif Colak die Bergbühne zum Brodeln gebracht. Die sechs Musiker kommen alle aus Norddeutschland und sind wie die Streusel, nach denen sie sich benannt haben: bunt, ziemlich süß, wenn sie wollen, und immer für eine Überraschung gut. Sie spielten Bekanntes, neu interpretiert und überraschend improvisiert. Der Erlebnis-Groove aus Jazz, Funk und Soul kam an beim Publikum. Nach jedem Stück spendete es lautstarken Beifall.

Der Abend mit Vieux Farka Touré begann danach eher gemächlich. Der afrikanische Gitarrenheld nahm sich vornehm zurück und erzählte in seiner Heimatsprache Geschichten aus Mali. Diese unterlegte er mit Ethno-Sounds, die er mit flinken Fingern auf seiner Gitarre spielte. Der bescheiden auftretende, sympathische afrikanische Star brachte im Laufe seiner Darbietungen nach und nach mehr Schwung in seine Songs und lockte immer mehr Tänzer aus dem zunächst sitzenden Publikum vor die Bühne.

Zum Ende spielte er ekstatische Blues-Rock-Gitarrenläufe im Stil irgendwo zwischen dem echten Jimi Hendrix und Jeff Beck und forderte seine begeisterten Zuhörer erneut zum Tanz auf. Die rund 160 Besucher bedankten sich bei dem Künstler mit stehendem Applaus und lauten Zugabe-Rufen.

„Es war ein toller Abend bei famosen Gitarrenspiel, und alle waren vor der Bühne am Tanzen“, schwärmte Konzertbesucher Jörg Rutzen. Zum Schluss holte Farka Touré die Vorgruppe Hagelslag auf die Bühne, um gemeinsam mit ihr zu spielen und afrikanische Tänze aufzuführen.

Quelle: Heidi Rabenhorst

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