„Wir mögen uns immer noch“. Marga und Wilhelm Drobick sind seit 65 Jahren verheiratet
Seit 65 Jahren ein Ehepaar: Marga und Wilhelm Drobick. Foto: Rabenhorst

„Wir mögen uns immer noch“. Marga und Wilhelm Drobick sind seit 65 Jahren verheiratet

Gehrden. Wilhelm und Marga Drobick wirken verliebt wie am ersten Tag. Nun hat das Paar seine eiserne Hochzeit gefeiert. Ihr Rezept für eine glückliche Ehe klingt einfach: Gegenseitige Achtung und Toleranz für den anderen. Doch wie schafft man das 65 Jahre lang? „Wir mögen uns immer noch“, sagt der 96-jährige Wilhelm Drobick liebevoll zu seiner ein Jahr jüngeren Ehefrau.

Kennengelernt hat sich das Paar im Jahr 1948. „Ich befand mich auf dem Weg zu meinem Bruder nach Laatzen, als ich Marga das erste Mal in der Straßenbahn gesehen habe. Sie gefiel mir sofort“, erinnert sich Drobick. Wie sich später herausstellte, wohnte die Liebe seines Lebens Tür an Tür mit seinem Bruder Hermann. Ein glücklicher Zufall.

Wilhelm Drobick kam 1920 in Cottbus zur Welt. Nach vierjähriger Kriegsgefangenschaft in England und in den USA verschlug es ihn 1948 nach Laatzen zu seinem Bruder. Marga ist gebürtige Hannoveranerin und hat nach dem Besuch der Hauswirtschaftsschule eine Ausbildung zur Kosmetikerin absolviert. „Wilhelm hat mir schon am dritten Tag unserer Bekanntschaft einen Heiratsantrag gemacht, den ich allerdings abgelehnt habe“, verrät die rüstige Seniorin. Drei Jahre habe er um sie geworben, bis sie dann endlich am 8. September 1951 in Laatzen vor den Traualtar getreten seien.

Als gelernter Teppichweber fand Wilhelm Drobick Arbeit bei der Firma Vorwerk in Gehrden, wo sie 1959 ein schmuckes Einfamilienhaus bauten, in dem sie bis zum heutigen Tage leben. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1983 war er dort als leitender Angestellter beschäftigt.

Das Ehepaar hat sich Zeit ihres Lebens in der Burgbergstadt ehrenamtlich engagiert. Marga war Mitglied in sieben Vereinen, wobei ihr vor allem das DRK Gehrden am Herzen lag. Wilhelm Drobick ist seit 1963 Mitglied bei der Schützengesellschaft Ottomar-von-Reden. Für seine Verdienste wurden ihm nicht nur etliche Ehrungen durch die Schützen zuteil. Im Jahr 1996 wurde er mit der goldenen Ehrennadel der Stadt Gehrden ausgezeichnet.

Den Ehrentag hat das Jubelpaar mit der Familie sowie mit Freunden und Nachbarn gefeiert. Nach dem Festgottesdienst in der Margarethenkirche stand ein gemeinsames Mittagessen auf dem Programm.

Bildquelle

  • Eiserne-Hochzeit-Gehrden2: Heidi Rabenhorst

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