„Abends tun mir die Füße weh“

„Abends tun mir die Füße weh“

Vanessa Kendziorski hat längst nicht mehr jeden Abend Lust zum Kochen. „Das hängt ganz davon ab, wie der Arbeitstag war“, sagt die 19-Jährige. Vor etwa eineinhalb Monaten hat sie ihre Ausbildung zur Köchin im Best Western Parkhotel Kronsberg begonnen. Damals haben wir sie zum ersten Mal getroffen und fragen jetzt regelmäßig nach, wie es ihr in ihrer Ausbildung ergeht.
Vanessa beginnt ihre Ausbildung in der kalten Küche und kümmert sich dort um Salate und Desserts. Sie schneidet Obst und Gemüse, füllt das Buffet auf und räumt die Reste weg. Aber auch für die Beratung am Buffet ist sie zuständig. „Ich erkläre den Gästen beispielsweise, was es alles gibt“, so die 19-Jährige. Es falle ihr schon etwas leichter, auf die Gäste zuzugehen. „Am Anfang war das eine große Hürde für mich“, sagt sie. Diesen Monat wird sie im Hotel noch eine interne Schulung zum Umgang mit Gästen haben.
Neben ihren alltäglichen Aufgaben lernt sie auch immer wieder Neues kennen. Vor kurzem habe sie beispielsweise zum ersten Mal pariert, also Fleisch gesäubert und die Sehnen entfernt. „Das war gar nicht so einfach für mich als Linkshänderin. Die Kollegen haben es mir mit rechts vorgemacht und ich musste dann umdenken und im Kopf quasi alles spiegeln“, erklärt Vanessa.
Der Ablauf ihrer Arbeitstage sei ganz unterschiedlich. „Es ist schön, dass es ein breites Aufgabenspektrum ist und es viel Abwechslung gibt“, schwärmt die Auszubildende. Nur das viele Laufen sei anstrengend. „Wenn ich abends zu Hause bin, tun mir meine Füße weh“, sagt sie. Über ihre einstündigen Pausen, die ihr anfangs noch sehr lang vorkamen, ist sie deshalb mittlerweile froh.
Zweimal wöchentlich, immer montags und freitags, besucht Vanessa die Berufsschule. „In der Küche geht es oft sehr hektisch zu; im Vergleich dazu ist die Schule dann eine Entspannung“, sagt sie. In der Schule findet sie vor allem die berufsspezifischen Fächer spannend. „Im Fachpraxisunterricht Service lernen wir beispielsweise, Stoffservietten zu falten, Tischdecken zu legen und den Tisch richtig einzudecken“, beschreibt sie: „Wo Gabel, Messer und Löffel hingehören, wusste ich: Aber den Platz für Fisch- und Kuchengabeln habe ich erst in der Berufsschule gelernt“, gibt sie zu.

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