Die Berlinale 2010 – der Jubiläumsberlinale gehen die Stars aus
BERLIN (cle). Der Goldene Bär der Berlinale geht in diesem Jahr in die Türkei. Semih Kaplanoglu konnte gestern Abend den Hauptpreis der Berlinale für seinen Film „Bal“ entgegen nehmen. Den Silbernen Bären, Großen Preis der Jury und den Alfred-Bauer-Preis für innovative Filme erhielt der Film „If I Want To Whistle, I Whistle“ (Rumänien/Schweden) von Florin Serban.
Weitere Preise gingen an Darsteller, Regisseure und Drehbuchautoren. Als Beste Schauspielerin wurde die Japanerin Shinobu Terajima mit einem Silbernen Bären geehrt. Der Silberne Bär für den besten männlichen Darsteller geht diesmal an gleich zwei Preisträger: Grigori Dobrygin und Sergei Puskepalis, die beiden Hauptdarsteller von „Kak ya provel etim letom – How I ended this summer“, teilen sich die Auszeichnung. Und einen weiteren Preis heimste der russische Film ein: Pavel Kostomarov erbrachte die herausragendste künstlerische Leistung hinter der Kamera.
Roman Polanski wurde als bester Regisseur für seinen Film „Ghost Writer“ ausgezeichnet. Das überzeugendste Drehbuch lieferte der Chinese Wang Quan mit seiner Tragikomödie „Tuan Yuan“ (Getrennt zusammen).
Auch der Nachwuchs wurde geehrt. Das überzeugendste Debüt lieferte Babak Najafi mit „Sebbe“ (Schweden).
Trotz aller Feierlichkeiten: So richtig in Schwung kam die große Filmschau in diesem Jahr nicht. Den 60. Internationalen Filmfestspielen in Berlin gehen im Jubiläumsjahr die Stars aus. Selbst die Jurymitglieder, sonst immer mal auf dem Roten Teppich zu sehen, nutzten die Hintertüren, Renée Zellweger beklagte sich sogar darüber, dass Fotografen sie vor der Linse haben wollten. Mit Verlaub gesagt, wer als Jurypräsidentin kamerascheu ist, sollte den Job lieber nicht machen. Ganz anders 2009, als Tilda Swinton diesen Job inne hatte – sie sorgte mit ihren oftmals schrillen Outfits ganz alleine für Glamour.

