In Schönheit gestorben: George Michael mit "Symphonica" in der TUI Arena

George Michael in der TUI Arena. Foto: niehaus

HANNOVER (cle). Ein samtroter Vorhang, dahinter flackert und blinkert es. George Michael singt die ersten Töne von "Through". Klar. singen kann er, und die Lichtshow ist herausragend. Das Orchester spielt famos und unterlegt George Michaels Balladen mit einem flauschigen Klangteppich. Nach "Though" folgt ein Nina Simone-Cover "My Baby Just Cares For me" - im Original ein Mitswinger, George Michael bremst es sanft aus, das Orchester unterlegt es mit einem hochfloorigen Klangteppich. Danach "Idol" und "Cowboys & Angels". Schön. Und das Orchester unterlegt es mit einem feinen musikalischen Flokati. Und so geht es weiter, Song auf Song, Lied auf Lied, Ballade auf Ballade. Jeder George Michael-Song ist für sich allein ein kleines Meisterstück, auch mit Orchester, wenn es denn sein muss. Doch die geballte Masse an Meisterstücken, das gleichbleibend hohe Niveau der Songs und der alles unterlegende Klangteppich, der mitnichten schnöde Auslegware ist, macht das Konzert schnell langweilig. Hüftschwinger wie "Faith", "(I Want Your) Sex" wurden schmerzlich vermisst. Dass George Michael keine Wham-Songs im Programm hat mag man ihm noch Verzeihen, wenngleich "Last Christmas" ihm in schöner Regelmäßigkeit sein Konto füllt. Erst am Schluss, mit "Freedom", weckte George Michael seine 8000 Fans in der TUI Arena. Fazit: In Schönheit gestorben, schade.

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