Boxen: BSK Hannover baut mehr junge Kämpfer ein

Es ist nicht der ganz große Paukenschlag geworden, doch für das Amateurboxen ändert sich viel – und damit auch für den BSK Hannover-Seelze. Die 1. und 2. Liga werden zu einer Bundesliga ohne ausländische Teams zusammengefasst. Die Mannschaft von  Trainer und BSK-Chef Arthur Mattheis schlägt sich künftig in der Süd-Staffel mit dem BC Chemnitz, Nordhäuser SV und dem BC Straubing. „Damit können wir gut leben, die Entwicklung geht in die richtige Richtung“, sagt Mattheis.
Anlässlich der deutschen Meisterschaft der Frauen in Wismar trafen sich die Vereine des DBV, um über die nächste Saison zu befinden. Das Oberhaus zählte zuletzt nur noch vier Clubs, darunter eine tschechische aus Prag, Meister Motor Babelsberg zog zurück (Manager Ralph Mantau war plötzlich verstorben). „Es musste etwas passieren, das Ganze musste neu gemacht werden“, so Mattheis. Nun fällt also die 2. Liga weg, in der anderen Viererstaffel boxen Hertha BSC, Hanse Wismar sowie ein Team aus Schwedt und Hamburg. Zur Gruppe des BSK könnte der BR Hanau stoßen, wenn er seine finanziellen Probleme in dieser Woche noch zu lösen vermag. „Eine sehr attraktive Gruppe ist das“, betont der BSK-Macher. Die Sieger jeder Staffel boxen um den Titel, ein Duell um Bronze soll es nicht geben.
Pro Kampf wird in acht statt sieben Gewichtsklassen gekämpft, erlaubt sind pro Duell nur noch drei statt vier Ausländer (Einflieger genannt). „Das wollten wir unbedingt, so können wir unsere jungen Leute einsetzen, um sie zu testen“, stellt Mat­theis zufrieden fest. Dass seine Leichtgewichts-Athletin Janina Bonorden (31) aus Letter den sechsten Meisterschaftsgewinn knapp verpasste, hat ihn nicht allzu hart getroffen: „Janina hat toll geboxt und für mich auch das Finale gewonnen. Der Kampfrichterentscheid war umstritten.“ (sdi)

Hauchdünn im Finale verloren: Janina Bonorden und Trainer Arthur Mattheis (beide Mitte) freuen sich über Silber bei den deutschen Meisterschaften. Foto: Dinse

Hauchdünn im Finale verloren: Janina Bonorden und Trainer Arthur Mattheis (beide Mitte) freuen sich über Silber bei den deutschen Meisterschaften. Foto: Dinse

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