Chéz Heinz wirbt um Standortsicherung
Info-Café zur Zukunft des Chéz Heinz: Vereinsvorstände Jürgen Grambeck (links) und Christian Sölter werben in eigener Sache. Foto: Triller

Chéz Heinz wirbt um Standortsicherung

Macher des Kultklubs wollen beim Fössebad-Konzept mitreden

Bei Chéz Heinz macht man sich Sorgen um die Zukunft. Und diese Zukunftssorgen waren Thema im Info-Café am vergangenen Mittwoch. Vor rund 60 Interessierten berichteten Jürgen Grambeck und Christian Sölter vom Vereinsvorstand über die aktuelle Situation des Veranstaltungszentrums, das seit mehr als 20 Jahren im Keller des Fössebades zu Hause ist. Loungige Jazzmusik und Kleinkunst gaben dem Info-Café den passenden Rahmen.
Wenn es um die Zukunft des maroden Fössebades geht, stehen zwei Varianten zur Diskussion: Sanierung oder Neubau. „Wir kommen in keinem Konzept vor und das macht uns Sorge“, sagte Grambeck. Ärgerlich finde man, dass in einer Stadt wie Hannover, die sich mit dem Titel „Unesco City of Music“ schmückt und sich ihrer musikalischen Vielfalt rühmt, keine Rücksicht auf subkulturelle Bühnen wie das Chéz Heinz genommen werde. Wobei solche „schrägen“ Veranstaltungszentren zum Image der Musikstadt Hannover beitrügen. „Wir haben das Chéz Heinz in Eigeninitiative aufgebaut“, betonte Grambeck. Man habe in den vergangenen zwei Jahrzehnten rund 1,2 Millionen Euro in die Räume investiert, zahle Steuern, sichere Arbeitsplätze und bilde aus. Von der Stadt Hannover habe man keine Zuschüsse erhalten.
Voraussichtlich am 9. Mai wird das finale Konzept im Sportausschuss vorgestellt. Es kursieren aber bereits Gerüchte darüber was die neuen Fössebad-Pläne beinhalten könnten. „Wir haben gehört, dass das Bad an anderer Stelle auf dem Gelände neu gebaut werden soll. Anschließend soll das alte Fössebad abgerissen werden“, sagte Grambeck. Dann könne man doch, so die Idee der Chéz Heinzer, den Keller stehen lassen und weiterhin als Veranstaltungszentrum nutzen. „Wir kleben aber nicht an dem Standort. Unser Interesse ist, das Chéz Heinz weiterzuführen“, sagte Grambeck. Einen geeignete Lage in Linden-Limmer zu finden, sei aber schwierig. Erschwerend hinzu kommt der Zeitdruck. Der Mietvertrag von Chéz Heinz mit der Fössebad-Gesellschaft endet im Dezember 2017.
Das Ergebnis der Sport­ausschusssitzung im Mai will man sich bei Chéz Heinz noch abwarten. „Für den Fall, dass es doof für uns läuft, haben wir einen prall gefüllten Köcher mit giftigen Pfeilen parat“, sagte Vorstand Sölter schmunzelnd.

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