Das ändert sich 2016
Zum Jahreswechsel ändern sich beim Großraumverkehr Hannover (GVH) Preise und Bedingungen.

Das ändert sich 2016

Ticket-Preise beim GVH, Gewerbesteuer und Briefporto: Zum Jahreswechsel treten neue Regelungen in Kraft

Im Großraumverkehr Hannover (GVH) ändern sich Tarife, die Deutsche Post erhöht erneut das Briefporto und hannoversche Unternehmen zahlen mehr Gewerbesteuer – mit dem Jahreswechsel treten in vielen Bereichen Änderungen in Kraft.
Neben den üblichen Preisänderungen stehen beim GVH einige grundlegende Änderungen an. Zum 1. Januar 2016 entfällt die Wertmarke S. Bislang war sie nötig, um Tagestickets im Sozialtarif zu nutzen. Für einen Monat kostete sie vier Euro. Nun wird die Nutzung des Sozialtarifs einfacher und günstiger.
Die meisten Kunden des GVH zahlen aber mehr als zuvor. Einzeltickets für zwei und drei Zonen werden um zehn Cent teurer. Durchschnittlich beträgt die Preiserhöhung etwa zwei Prozent. Unverändert bleiben die Preise für Kurzstrecken-, Kinder-Tickets sowie das Tageseinzelticket im Sozialtarif.
Eine gravierende Änderung gibt es beim sogenannten Seniorentarif. Die Mobilcard 60plus wird zur MobilCard 63plus. Das vergünstigte Monatsticket kann künftig also erst ab dem Alter von 63 Jahren genutzt werden. Kunden mit einem bestehenden Abo der MobilCard 60plus können das „Seniorenticket“ aber weiterhin beziehen. Tickets, die bereits zum alten Preis gekauft und noch nicht zur Fahrt genutzt wurden, verfallen nach dem 31. Dezember nicht. Auch GVH Cards mit dem ersten Geltungstag vor dem 1. Januar 2016 können ins neue Jahr hinein bis zu ihrem letzten Geltungstag ohne Zuzahlung genutzt werden.
Auch für hannoversche Unternehmen gibt es zum Jahreswechsel eine Änderung: Sie zahlen eine höhere Gewerbesteuer. Die Stadt erwartet dadurch jährlich zusätzliche Einnahmen von etwa 24 Millionen Euro.

Der Gesetzgeber beschert vor allem Familien einige schöne Nachrichten – wer aber genau hinschaut wird merken, dass die Geschenke durch höhere Gebühren und sonstige Teuerungen wieder aufgefressen werden.
Das Kindergeld steigt ab dem 1. Januar um zwei Euro für jedes Kind. Der Kinderzuschlag für Geringverdiener steigt ab 1. Juli auf 160 Euro (bisher: 140 Euro). Den Zuschlag können Eltern oder Alleinerziehende beantragen, die ihren eigenen Bedarf, nicht aber den ihrer Kinder decken können. Er wird zusätzlich zum Kindergeld gezahlt. Für getrennt lebende Eltern ergeben sich neue Werte für den Mindestunterhalt. Er liegt für das erste und zweite Kind bei 239 Euro (0–5 Jahre), 289 Euro (6–11 Jahre) beziehungsweise 354 Euro (12–17 Jahre). Wer Kinder in der Ausbildung hat, kann sich über eine Bafög-Erhöhung zum Wintersemester 2016/17 freuen. Der Höchstsatz beträgt dann 755 Euro, beim Meister-Bafög 760 Euro.
Auch steuerlich werden Familien entlastet. Der Grundfreibetrag in der Einkommensteuer steigt  für Ledige um 180 Euro auf 8625 Euro, für Verheiratete um 360 Euro auf 17305 Euro. Zusätzlich steigt der Kinderfreibertrag von 4512 auf 4608 Euro.
Doch der „Ausgleich“ folgt auf dem Fuße: Die gesetzlichen Krankenkassen werden teurer. In Euro und Cent lässt sich das nicht ausdrücken, weil die Beiträge unterschiedlich hoch sind. Der Zusatzbeitrag, den die Arbeitnehmer alleine tragen müssen, steigt. Die Krankenkassen legen selbst fest, wie hoch er ausfällt. Und: Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Kranken- und Pflegeversicherung werden angehoben – von 4125 auf 4237 Euro. Erst oberhalb dieser Grenze ist das Einkommen beitragsfrei.
Es werden zwar immer weniger Briefe geschrieben, aber wissen sollte man es dennoch: Ab 1. Januar beträgt das Porto für einen Standardbrief acht Cent mehr als bisher, also künftig 70 Cent. Normalbriefe ins Ausland kosten 90 Cent. Dafür sollen Mails und Telefonate im Ausland billiger werden. Ab Mai dürfen Telefonate aus dem EU-Ausland nur noch 5 Cent pro Minute teurer sein als der Inlandstarif. Eine SMS darf zwei Cent mehr kosten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.