Das Opernhaus rockt mit der Rocky Horror Show
Mit Konfetti und Toilettenpapier: die Autorin in der Oper. Foto: hs

Das Opernhaus rockt mit der Rocky Horror Show

Spaß mit Reis, Konfetti und Strapsen: Die „Rocky Horror Show“ gastiert in Hannover

Hannover. Die Hemmschwelle ist groß, der Gedanke naheliegend. Beim Händewaschen auf der Toilette drängte er sich auf: Darf man in der Oper mit Toilettenpapiert schmeißen? Die Antwort ist: Ja, man darf. Bei der „Rocky Horror Show“, die derzeit im Opernhaus gastiert, ist (fast) alles erlaubt: Man darf mit Wasserpistolen den Regen nachspielen, wenn Janet (Harriet Bunton) und Brad (David Ribi) im Gewitterregen eine Autopanne haben. Man darf mit Reis bei der Vermählungsszene schmeißen und Toilettenpapier bei der Erschaffung von Rocky (Vincent Gray).
Der abgedrehte Frank N‘Furter (Rob Fowler) ist Diva und Dämon zugleich. Er beherrcht das Spiel grandios. Genauso text- und requsitensicher wie er ist das Publikum: Viele kommen in Strapsen und Korsagen. Gemeinsam rocken sie die Oper – wild und ungestüm. Der einzige, der an dem schrill-skurrilen Abend die Fassung behält, ist Sky DuMont. Er ist der Erzähler,  der aus Prinzip ausgebuht wird.

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