Das Rote Sofa: Marquess
Dominik Decker, Sascha Pierro und Christian Fleps sprechen mit Wochenblätter-Redaktionsleiterin Heike Schmidt auf dem Roten Sofa. Foto: Niehaus

Das Rote Sofa: Marquess

Sascha Pierro, Dominik Decker und Christian Fleps stellen ihr neues Album „Sol y Soul“ vor

Sommer, Sonne, Strand, gute Laune – das verbindet man mit der Musik der hannoverschen Band Marquess. Am Freitag (3. Juni) hat die Band ihre neue CD `Sol y Soul` herausgebracht. Wir trafen Sascha Pierro (Gesang), Christian Fleps (Keyboard) und Dominik Decker (Gitarre) zum Gespräch.

Herzlichen Glückwunsch zum Zehnjährigen! Wie fühlt man sich als Band nach zehn Jahren? Was wünscht Ihr Euch noch?
Christian Fleps: (lacht) Älter! Die Zeit verfliegt so schnell… Aber im Ernst: Wir haben uns schon so viele Wünsche erfüllt. Und jetzt zum Zehnjährigen haben wir eine neue CD gemacht…

… die wieder nach Sommer, Sonne, Strand klingt…? Könnt Ihr eigentlich auch Schlechtwetter-Musik?
Sascha Pierro: Ja, klar! Gewitter und Regen sind immer dabei. Naja, eher Regen. Unsere Balladen sind schon melancholisch. Aber stimmt schon, man verbindet uns eher mit Sonne und Sommer. Auch auf dieser Platte sind  wieder jede Menge sommerlicher Songs, zu denen man gut tanzen kann.
Zehn Jahre – so lange hält oft noch nicht einmal eine Beziehung. Was ist Euer Geheimnis?
Sascha Pierro (lacht): Dass wir eine Dreierbeziehung führen!

Die ja mal eine Viererbeziehung war (Marco Heggen verließ die Band 2014, Anm. d. Red.)…
Sascha Pierro: Ja, aber klappt auch so sehr gut! Es ist ja auch nicht so, als ob es für uns nur Marquess gäbe. Jeder macht für sich auch etwas Eigenes. Das ist ganz wichtig.

Für Euer neues Album `Sol y Soul` habt Ihr Klassiker wie „All night long“ ins Spanische übersetzen lassen – und es klingt wieder nach dem typischen Marquess-Sommer-Sound. Habt Ihr eigentlich jemals überlegt, etwas ganz anderes zu machen?
Dominik Decker: Nö, warum? So lange es läuft und uns Spaß macht.

Das stimmt natürlich. Sascha, du bist halb Römer, halb Mindener und singst auf Spanisch. Warum?
Sascha: Weil, wenn Du Rom und Minden zusammenziehst, ergibt sich Spanisch (lacht). Nein, im Ernst: Den ersten Song haben wir für den Flughafen Hannover gemacht und zwar auf Deutsch, Englisch, Italienisch und eben Spanisch. Dabei haben wir festgestellt, dass das Spanische sehr schön passt. Es ist nicht so weich wie Italienisch und hat auch das Mediterrane. Das passt sehr gut zu uns.

Euch wird aber auch immer wieder vorgeworfen, dass Euer Spanisch nicht korrekt sei…
Sascha: Erstens gibt es im Südamerikanischen Floskeln, die es im Spanischen gar nicht so gibt. Dann bin ich kein Native Speaker. Spanisch ist nicht meine Muttersprache. Ich werde also auch immer einen italienischen Akzent haben. Das ist wie wenn Deutsche Englisch singen.

Stammt das Albumcover eigentlich wieder von Dir, Sascha Pierro?
Sascha: Ja, das habe ich gemacht. Wir sind an meinem Geburtstag (8. April) mit der ersten Maschine nach Gran Canaria geflogen. Da haben wir drei TV-Sendungen gedreht und eben auch die Fotos gemacht.
Dominik Decker: Das Gute war ja, dass wir dann gleich in der Maske waren (lacht) und natürlich ist es von Vorteil, dass wir uns kennen. Da hat man gleich Vertrauen in den Fotografen…
Sascha: … und man hat nachher nicht irgendwelche Badewannenfotos von sich, die man eigentlich gar nicht veröffentlicht haben möchte!

Wenn Ihr Euch etwas zum Zehnjährigen wünschen dürftet, was wäre das – außer keine Badewannenfotos irgendwo veröffentlicht zu sehen?
Dominik: Ich denke, dann würden wir gerne einmal in Südamerika spielen. Dort werden wir sehr viel in Clubs gespielt. Die lieben uns und wir waren noch nie da…
Sascha: …und natürlich in Italien, in Rom. Dort hätten wir sogar ein Bett!

 

Das Video „Toda la noche“ („All night long“) von Marquess gibt es bei YouTube zu sehen:

Das Interview führte Dr. Heike Schmidt.

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