Ein junger Verein in jeder Hinsicht
Gehört beim Judo dazu: Griffe an den Gegner mit spektakulären Würfen. Foto: r

Ein junger Verein in jeder Hinsicht

Judo-Club Linden erfreut sich großer Beliebtheit: 130 Mitglieder – davon sind gut 100 Kinder

Von Dieter Kösel
Linden. Am 17. September richtete der Judo-Club Linden eine Veranstaltung aus, die zu diesem Sportverein passt und ihn kennzeichnet: Die Bezirkseinzelmeisterschaften der Altersklasse U 12 im Judo in der großen Sporthalle der Albert-Schweitzer-Schule. Passend, weil der Judo-Club ein in mehrfacher Hinsicht junger Verein ist.
Der Judo-Club ist aus der Judo-Abteilung des Turnerbundes Stöcken hervorgegangen. Die Judoka aus Linden wollten lieber vor Ort trainieren und dieses führte letztlich zur Vereinsgründung. Bei der Hauptversammlung am 2. November 1962 wurden die Voraussetzungen für einen eigenen Club und dessen Eintragung ins Vereinsregister geschaffen.
Der wohl prominenteste Judoka des Vereins war Frank  Wieneke. Er wurde Olympiasieger (1984), Europameister, Bundestrainer und ist heute in der Trainerausbildung in Köln tätig. Auch andere Lindener Judoka konnten auf sich aufmerksam machen. Oliver Dumröse wurde im Jahre 2000 Norddeutscher Vizemeister in der Altersklasse U 15. Hannes Meischner belegte 2003 den dritten Platz bei der  Norddeutschen Meisterschaft und 2005 Rang sieben bei der Deutschen Einzelmeisterschaft.
Passend zur vergleichsweise jungen Vereinsgeschichte hat der Judo-Club mit Paul Lukosch einen jungen Vorsitzenden. Der nun 30-Jährige ist seit 1998 Mitglied. Mit dem Kampfsport, der nicht nur der Leibesertüchtigung, sondern auch der Persönlichkeitsentwicklung dienen soll, hatte er 1992 begonnen. „Mein Vater war Judoka und wollte, dass mein Bruder und ich auch Sport betreiben und schickte uns zum Judo“, erinnert sich Paul Lukosch.
Nach einem Umzug landete er bei den Lindenern. Ihn begeisterte die Atmosphäre. „Wir haben uns sofort willkommen gefühlt und durften an Turnieren teilnehmen, das kannten wir gar nicht“, lobt er seine damaligen Trainer, die zum Teil auch heute noch aktiv sind. 2006 wurde der Träger des braunen Gürtels selber Trainer und 2013 übernahm der angehende Jurist das Amt des Vereinsvorsitzenden.
Auch von der Mitgliederstruktur her ist der Judo-Club jung aufgestellt. Etwa 130 Mitglieder zählt der Verein heute. Davon sind gut 100 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Denen wollen die „Alten“ das Gemeinschaftsgefühl bieten, das sie selber empfunden haben. Dem Nachwuchs wird allerlei rund um den Sport geboten. Hoch im Kurs steht die Herbstfreizeit in Kirchheim, die komplett ausgebucht ist. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Piraten und Freibeuter“. Wer Interesse hat, Judo auszuüben und die besondere Atmosphäre beim Judo-Club selber zu empfinden, kann ein Probetraining absolvieren – von sechs bis elf Jahren donnerstags von 17 bis 18.15 Uhr, von zwölf bis 15 Jahren mittwochs von 18.15 bis 19.30 Uhr sowie ab 16 Jahren montags und/oder mittwochs ab 19.30 Uhr jeweils in der kleinen Halle der Albert-Schweitzer-Schule, Liepmannstraße 6. Mitzubringen sind Badelatschen, Jogginghose und ein langärmeliger Sweatshirt. Das Probetraining ist aus versicherungstechnischen Gründen auf drei Mal begrenzt. Infos unter
❱❱ www.judo-club-linden.de

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