Eine Prise Salz zu viel
Noch eine kleine Prise Salz und schon schmeckt das Essen besser: Doch Vorsicht – das im Salz enthaltene Natrium kann krank machen. Foto: Imago

Eine Prise Salz zu viel

Für manchen Restaurant-Gast beginnt der Ärger schon mit dem kleinen Salzstreuer-Symbol auf der Speisekarte. New-York-Besucher waren die ersten, die davon berichtet haben, inzwischen ist das kleine Bildchen aber auch schon in anderen Teilen der Welt gesichtet worden. Der Salzstreuer soll die Besucher von Restaurants darauf aufmerksam machen, dass viele Speisen Salz enthalten. Dahinter steckt also die Warnung: Achtung, ungesund!

In Deutschland ist das Symbol noch wenig gebräuchlich, doch gilt seit dem vorigen Jahr eine Verordnung, nach der allergene Inhaltsstoffe im Essen auf den Speisekarten aufgeführt sein müssen. Dafür haben viele Kunden noch Verständnis – aber bei einfachem Salz? Sind die Warnhinweise denn noch sinnvoll, oder verderben sie nur noch die Freude am Essen?

Nach Transfetten und Kalorien ist nun also das Salz dran: Mit dem kleinen Symbol wird auf Gerichte hingewiesen, die 2300 Milligramm Natrium enthalten. Der Hinweis ist Pflicht, wenn es sich um Restaurant-Ketten handelt. Manche machen aber auch freiwillig mit. 2,3 Gramm – das entspricht etwa einem Teelöffel Salz und ist die empfohlene Tageshöchstmenge. Bei Missachtung der Vorschrift wird ein Bußgeld von 200 Dollar (189 Euro) fällig, sagt Sonia Angell von der örtlichen Gesundheitsbehörde.

Salz ist die Hauptquelle für Natrium. Dessen erhöhter Konsum kann zu Bluthochdruck führen und erhöht das Risiko von Herzerkrankungen und Schlaganfällen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nehmen die meisten Menschen zu viel Salz durch die Nahrung auf: Durchschnittlich werden pro Person und Tag neun bis zwölf Gramm verzehrt. Medikamente zur Senkung des Blutdrucks, wie etwas Beta-Blocker, gehören zu den zehn am meisten verschriebenen Arzneien in Deutschland. Bluthochdruck darf als Volkskrankheit bezeichnet werden. Die Warnung vor Salz gilt in Deutschland noch nicht genrell.

Alle Inhaltsstoffe aufführen, oder verdirbt Ihnen das den Appetit? (Foto/Umfrage: Bärbel Triller)

Karsten Meier (42),  Key-Account-Manager,  Hannover: Ich brauche die Angaben nicht auf der Speisekarte. Es reicht völlig aus, wenn die Informationen auf Wunsch nachgereicht werden können. Das Angebot wird sonst unüberschaubar. Außerdem habe ich noch Restvertrauen in die Restaurants.

Karsten Meier (42), Key-Account-Manager, Hannover:
Ich brauche die Angaben nicht auf der Speisekarte. Es reicht völlig aus, wenn die Informationen auf Wunsch nachgereicht werden können. Das Angebot wird sonst unüberschaubar. Außerdem habe ich noch Restvertrauen in die Restaurants.

Antonia Rodriguez  Castro (57), Verwaltungsangestellte, Garbsen: Eine Kennzeichnungspflicht würde ich begrüßen. Ich möchte gerne selber entscheiden, was ich esse. Wichtig finde ich auch Angaben über Herkunft und gentechnische Veränderungen der Lebensmittel.

Antonia Rodriguez Castro (57), Verwaltungsangestellte, Garbsen:
Eine Kennzeichnungspflicht würde ich begrüßen. Ich möchte gerne selber entscheiden, was ich esse. Wichtig finde ich auch Angaben über Herkunft und gentechnische Veränderungen der Lebensmittel.

Jürgen Lamm (69),  Selbstständiger,  Hannover: Nein, eine Kennzeichnungspflicht brauche ich nicht. Für eine Speisekarte wären es zu viele Angaben. Ich würde die Infos auch nicht lesen, weil ich dann die Speisen wahrscheinlich auch nicht mehr essen würde.

Jürgen Lamm (69), Selbstständiger, Hannover:
Nein, eine Kennzeichnungspflicht brauche ich nicht. Für eine Speisekarte wären es zu viele Angaben. Ich würde die Infos auch nicht lesen, weil ich dann die Speisen wahrscheinlich auch nicht mehr essen würde.

Mohammed Saafi (20),  Auszubildender,  Haste: Ja, ich würde eine Kennzeichnungspflicht gut finden. Aber ich glaube, dass die Umsetzung für die Restaurants sehr kompliziert sein wird. Die Menüs mit Speisen und Saucen sind doch sehr vielfältig.

Mohammed Saafi (20), Auszubildender, Haste:
Ja, ich würde eine Kennzeichnungspflicht gut finden. Aber ich glaube, dass die Umsetzung für die Restaurants sehr kompliziert sein wird. Die Menüs mit Speisen und Saucen sind doch sehr vielfältig.

 

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