Fössebad: Teurer als erwartet
Das Außenbecken im Fössebad ist bereits seit einigen Jahren außer Betrieb. Unabhängig von Neubau oder Sanierung – das Freibad könnte wieder den Badegästen zur Verfügung stehen.Foto: Triller

Fössebad: Teurer als erwartet

Machbarkeitsstudie wird im Freizeitheim Linden vorgestellt

Die Machbarkeitsstudie zum Fössebad liegt auf dem Tisch. Je nach Ausführungsvariante betragen die Kosten zwischen 20 und 25 Millionen Euro, um marode Bad wieder fit zu machen. Untersucht wurden vier Varianten.
Eine Sanierung im Bestand mit Teilneubau einer 25-Meter-Halle kostet etwa 20 Millionen. Enthält in dieser Variante der Teilneubau eine 50-Meter-Halle betragen die Kosten 24,6 Millionen. Ein kompletter Neubau mit einer 50-Meter-Halle mit Sauna kostet 25 Millionen, diese Variante ohne Sauna 23 Millionen und enthält der Neubau eine 25-Meter-Halle kostet es 19 Millionen Euro. Ebenfalls vorgestellt wurden die Zuschüsse pro Badegast, die in den verschiedenen Varianten anfallen. Die Kulturkneipe Chez Heinz, im Keller des Fössebades beheimatet, kommt in den Neubauplänen nicht vor. Wird das Bad saniert, kann Chéz Heinz den Keller weiter betreiben. Müsste aber während der Sanierung mit einer rund zweijährigen Pause an diesem Standort rechnen. Die Studie, erstellt von dem Architekturbüro Krieger aus Velbert, wurde bereits am 9. Mai im Sportausschuss öffentlich vorgestellt. „Die Verwaltung wird für die Politik eine Empfehlung erarbeiten, die in Richtung wirtschaftlichste Lösung geht“, sagte Sportdezernentin Konstanze Beckedorf.
Erste Einschätzungen aus Linden: „Aus Sicht der Schwimmsportvereine und der Schulen plädiere ich für einen Neubau, wo aber auch Chez Heinz Räumlichkeiten bekommt“, sagt die Lindener Bezirksratsfrau Gabriele Steingrube (CDU). Und Dirk Machentanz (Linke) sagt: „Bei der Vorstellung des Gutachtens wurde deutlich, dass die Planungsvariante mit dem Neubau des Fössebades neben dem alten Gebäude mit 50-Meter-Bahn und ohne Sauna favorisiert werden soll. Nach dem Gutachten wäre eine Sanierung nur ein wenig günstiger. Die LINKE kann mit beiden Alternativen leben“. Jürgen Grambeck, Geschäftsführer Chéz Heinz: „Da es sich wohl abzeichnet, dass ein Neubau Fössebad favorisiert wird, bietet sich die Chance an, dass der Gebäudeteil des alten Fössebades, in dessen Keller sich das Béi Chéz Heinz befindet plus Erdgeschoss stehen zulassen. Dies wäre ein Gewinn für alle“.
Im Gespräch waren vor einiger Zeit sieben Millionen Euro, um das Bad sanieren zu können. Der Topf, der im Rahmen des städtischen Bäderkonzeptes zur Verfügung steht, fasst rund 42 Millionen Euro. Die Kosten, die in der Machbarkeitsstudie ermittelt wurden, sind auch nicht im soeben vorgestellten „500 plus“-Investitionsprogramm der Stadt Hannover vorgesehen. Ein Finanzierungsplan steht noch aus.

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