„Friedenssteine“ stehen wieder
Eckhard Minthe, ehemaliger Pastor der Bonhoeffer-Kirchengemeinde (von rechts), Kulturdezernent Harald Härke, Bezirksbürgermeister Andreas Markurth, Almut Breuste und Schulleiter Michael Bax begutachten den Friedensstein. Foto: Heinze

„Friedenssteine“ stehen wieder

Kunstwerk von Hans-Jürgen Breuste steht vor der neuen IGS Mühlenberg

Die Skulptur „Friedensstein“ vom hannoverschen Künstler  Hans-Jürgen Breuste stand viele Jahre vor der ehemaligen der IGS Mühlenberg. Im Zuge der Abrissarbeiten der Schule musste das Kunstwerk von seinem alten Platz weichen. Nach dem Neubau heißt die IGS Mühlenberg jetzt Leonore Goldschmidt Schule. Und auch der „Friedensstein“ wurde vor wenigen Tagen wieder vor der Schule aufgestellt.
Kulturdezernent Harald Härke sprach von einer „erfolgreichen Wiederaufstellung“, als das Kunstwerk vergangene Woche der Öffentlichkeit übergeben wurde. Auch Bezirksbürgermeister Andreas Markurth zeigte sich erfreut über die Wiederaufstellung. Er sprach von einem „würdigen Platz“, den die Steine jetzt wieder hätten, denn dieses „Zeitdokument darf nicht versteckt werden, die Menschen müssen darüber stolpern“. Michael Bax, Leiter der Leonore Goldschmidt Schule, übernahm die Patenschaft für die Steine und versprach, „sie in den Unterricht einzubeziehen“. Eckhard Minthe, Pastor der Bonhoeffer-Kirchengemeinde als der Stein 1983 zum Mühlenberg kam, stellte vor vielen Zuhörern heraus, dass „aus dem Kriegerdenkmal ein Friedensdenkmal geworden ist“, welches vor der Schule einen optimalen Platz habe.
Der Platz vor der Schule auf dem Mühlenberg wurde unter Beteiligung der Witwe des Künstlers, Almut Breuste, unter Federführung des Kulturbüros ausgewählt worden. Die vor Ort ansässigen Einrichtungen, insbesondere die Schule sowie der Bezirksrat, die Stadtplanung und die städtische Baugesellschaft GBH waren daran beteiligt.

Die Skulptur „Friedensstein“
Die Skulptur „Friedensstein“ wurde im Jahr 1983 auf dem Mühlenberger Markt aufgestellt. Ursprünglich war sie ein Gedenkstein für im 2. Weltkrieg gefallene US-Soldaten. Der Stein wurde bei einem Nato-Manöver so stark beschädigt, dass er zerbrach. Der Künstler Hans-Jürgen Breuste, der lange Jahre in Hannover lebte, arbeitete und auch starb, hat ihn gefunden, nach Hannover gebracht, auf eine Lore gestellt und damit seine Geschichte in eine neue Bedeutung zu einem Mahnmal für den Frieden überführt.

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