Gesund zur Arbeit mit dem Rad
Öfter mal in die Pedale treten fördert die Gesundheit – egal ob auf einem herkömmlichen Rad oder auf dem Elektrofahrrad. Foto: AOK

Gesund zur Arbeit mit dem Rad

Mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, ist eine gute Möglichkeit, um Bewegung in den Tagesrhythmus zu integrieren. „Körperliches Training kann man so besonders nachhaltig umsetzen, weil es zu einem festen Bestandteil im Alltag wird“, betont Professor Uwe Tegtbur vom Institut für Sportmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Es sei eine der einfachsten Möglichkeiten, um eine Grundkondition aufzubauen und langsfristig zu halten.

„Gerade in einer Großstadt wie Hannover haben viele Menschen Büro-Jobs“, so der Sportwissenschaftler Uwe Dresel von der Krankenkasse DAK Gesundheit. Wer viel sitze, solle darauf achten, sich zum Ausgleich so viel wie möglich zu bewegen. Sportmediziner Tegtbur rät, sich an die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation zu halten. Für einen Ausdauersport wie Radfahren solle man demnach mindestens fünfmal die Woche jeweils 30 Minuten einplanen. „Ein Arbeitsweg von fünf Minuten ist da sicherlich zu kurz“, so der Experte. Aber schon 20 Minuten am Stück hätten einen positiven Effekt.

Menschen, die einen kurzen Arbeitsweg haben, rät Sportmediziner Tegtbur, auf dem Rückweg bewusst eine etwas längere Strecke zu wählen. Das hält auch Sportwissenschaftler Uwe Dresel von der Krankenkasse DAK Gesundheit für sinnvoll. „Nach einem anstrengenden Arbeitstag kann man so schon auf dem Rückweg Stress abbauen und kommt entspannter zu Hause an als mit Auto oder Öffis“, empfiehlt Dresel. Ob ein Radfahrer 15 Minuten richtig schnell fahre oder 40 Minuten langsam, sei gleichermaßen effektiv. „Man muss nicht unbedingt ins Schwitzen kommen, um etwas für die Fitness zu tun“, so Sportmediziner Tegtbur.

Ausdauertraining wie Radfahren wirke sich auf den gesamten Organismus aus, weil große Muskelgruppen aktiviert werden. Das sei beispielsweise bei Bluthochdruck und Diabetes hilfreich. „Wie jedes Ausdauertraining wirkt sich das Radfahren positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus“, sagt auch Sportwissenschaftler Dresel. Der Pulsschlag verlangsame sich langfristig, so Sportmediziner Tegtbur. Das mache sich schon nach etwa einem Monat bemerkbar.

Ein Vorteil des Radfahrens beispielsweise gegenüber dem Fitness-Studio sei außerdem, dass man regelmäßig bei jedem Wetter draußen sei. „Das stärkt das Immunsystem“, so Dresel.
Gegenüber dem Laufen habe das Radfahren den Vorteil, dass es keine Stöße für die Gelenke gebe. „Das ist vor allem für Menschen mit Beschwerden an Knie- oder Hüftgelenken wichtig“, erläutert Tegtbur.

Bildquelle

  • rad_arbeit_gesundheit_2: AOK
1 Kommentar zu diesem Beitrag
  1. Schulzendorff bei 14:48

    An die Verwaltung: Bitte, Bitte …… Äußerst gefährliche Fahrradwege entschärfen
    Hannover hat beste Preise bekommen als "Fahrradfreundlichste Stadt" dabei ist die Verwaltung nicht bereit die gefährichsten Verkehrswege/Kreuzunge/Straßen-Radführungen konsequent zu entschärfen.
    Mehrere Objekte sind als zukünftige Fahrradwegekonzepte ausgerufen, aber außer einpaar km Rote Markierungen ist nichts geschen.
    Vorschläge dafür liegen seit Jahren vor. Man will einfach nicht einsehen, das Fahrräder als ein Transportmittel für jeglichArt der Mobilität (zum Arbeitsplatz) seit Jahrzehnt gelten.
    Z.B. eine der gefährlichsten Fahrradführungen "Falkenstr. > Egestorffstr. > links in die Badenstedter Str." Auf Straßenbahnschiene oder wenn frei auf den Bürgersteig mit Fahrradweg ein Meter Breite gesamt, dann in die Badenstedter (Schienen+Kopfsteinpflaster) auf Radweg nur ca. 5m lang und dann im linken Winkel auf die Straße, auf der, aus der geknickten Vorfahrt die Autos wieder Gas geben.
    Die Unfallzahlen an denen Fahrradfahrer nicht Verursacher sind, sind enorm in die Höhe geschnellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.