Anna-Forcke-Stift vor dem Verkauf
Das Anna-Forcke-Stift auf einer alten Postkarte.

Anna-Forcke-Stift vor dem Verkauf

Nach vielen Jahren des Verfalls scheint das Baudenkmal am Deisterrand gerettet

Barsinghausen. Es war einmal eines der schönsten Gebäude Barsinghausens, doch nach der Aufgabe verfiel das Schwesternwohnheim zusehens, Teile brannten sogar nieder. Nun allerdings besteht große Hoffnung, dass das Anna-Forcke-Stift an der Bergstraße gerettet wird. Eines der größten Baudenkmäler steht unmittelbar vor dem Verkauf. Die künftigen Besitzer haben bereits angekündigt, das mehr als 100 Jahre alte Gebäude in diesem Jahr liebevoll renovieren zu wollen. Der Kaufvertrag ist allerdings noch nicht unterzeichnet, deshalb wollen die künftigen Besitzer auch noch keine Stellung zu ihren Plänen nehmen.

Das Anna-Forcke-Stift im aktuellen Zustand.

Das Anna-Forcke-Stift im aktuellen Zustand.

Der Kaufvertrag für das Anwesen ist noch nicht unterzeichnet, deshalb wollen die künftigen Besitzer noch keine Stellung nehmen zu ihren Plänen für das ehemalige Schwesternheim. Immerhin: An den Zufahrten zu dem rund 6000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Bergstraße und Baltenweg sind bereits Hinweisschilder angebracht, die auf die bevorstehende Sanierung hinweisen.

Die Stadtverwaltung als Untere Denkmalschutzbehörde war in den vergangenen Wochen eng eingebunden in die Überlegungen für das Sanierungskonzept. „Wir wünschen uns den Erhalt des Gebäudes“, sagt Baudirektor Tobias Fischer. Insbesondere die Gebäudehülle sei aus denkmalpflegerischer Sicht von Bedeutung. Ansonsten seien bauliche Veränderungen im Gebäude möglich, sagt Fischer. „Das Ganze muss sich wirtschaftlich darstellen lassen.“

Das im Jugendstil erbaute Anna-Forcke-Stift war im Jahr 1908 als Wohnheim für alte und kranke Schwestern eröffnet worden und bot Platz für etwa 50 Bewohnerinnen. Das Haus wurde bis etwa 1998 genutzt, seither stand es leer und verfiel. Besonders ein Brand in einem Gebäudeflügel im Frühjahr 2012 hat der Gebäudesubstanz schwer zugesetzt. Das Anwesen stand seit Jahren zum Verkauf, ursprünglich für eine siebenstellige Summe. Im Herbst 2015 hatte es ein Makler für 380 000 Euro angeboten.

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