Anwohner wollen keine Kurzzeitparker
Anlieger fühlen sich gestört und bangen um die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer: Zum Schulschluss parken zahlreiche Eltern vor dem Schulzentrum.

Anwohner wollen keine Kurzzeitparker

Am Spalterhals: Schule sieht kaum Handlungsmöglichkeiten

Barsinghausen. Vor dem Schulzentrum Am Spalterhals  halten morgens und mittags Dutzende Fahrzeuge. Eltern bringen ihre Kinder zur Schule und holen sie wieder ab. Ein Einwohner beklagt seit Jahren, die seiner Ansicht nach gefährliche Verkehrssituation und fordert Abhilfe vonseiten der Stadt.

Es ist 13.10 Uhr. Vor dem Haupteingang des Schulzentrums auf der Straße Am Spalterhals halten immer mehr Autos. Eltern warten auf ihre Kinder. Zugleich verlassen viele Schüler mit dem Fahrrad  oder zu Fuß das Schulgelände. Um in die einmündenden Straßen In den Schütten und Obere Mark zu gelangen, müssen sie zwischen den parkenden Pkw hindurch auf die Straße treten. Vorsicht ist geboten, denn weitere Fahrzeuge passieren die parkenden Autos auf der anderen Fahrspur.

Lars Jodjahn wohnt in den Schütten. Er beklagt, Fahrzeuge hielten auf der östlichen Fahrbahnseite der Straße Am Spalterhals länger als die im eingeschränkten Halteverbot erlaubten drei Minuten, sie parkten auf der westlichen Straßenseite im Halteverbot und vor verschiedenen Grundstücksausfahrten in der Straße in den Schütten: „Ich bin seit fünf Jahren in Kontakt zur Stadt und der Polizei, habe verschiedene Lösungsvorschläge gemacht, doch passiert ist bis heute nichts.“

Jodjahn nahm erstmals im Jahr 2010 Kontakt zur Stadt auf. Er schlug vor, Fahrbahnmarkierungen oder das Aufstellen von Blumenkübeln könnten das Problem des unerlaubten Parkens vor der Schule abstellen. Die Eltern könnten ja auf dem großen Parkplatz unterhalb des Schulzentrums parken. Harald Jackl vom Fachdienst Tiefbau und Verkehr der Stadt räumte der Problematik lediglich eine „geringe Priorität“ ein. Die Verkehrsteilnehmer hielten sich zu bestimmten Zeiten zwar nicht an die dort bestehenden Parkbeschränkungen, durch diese Verstöße entstünden aber keine Gefahrensituationen, die „andere verkehrsregelnde Maßnahmen oder ein unverzügliches Einschreiten“ zwingend erforderlich machten.

Dabei ist es bis heute geblieben. Einen Vorschlag Jodjahns, eine Einbahnstraßenregelung einzuführen und auf diese Weise, die Situation zu entschärfen, verwarf die untere Straßenverkehrsbehörde. Fachdienstmitarbeiterin Julia Meanegold teilte Jodjahn jedoch mit, ihre Kollegen würden sich mit der Schulleitung in Verbindung setzen, um zu klären, auf welchem Wege die Eltern auf die durch sie entstehende Verkehrssituation hingewiesen werden könnten.

Während eines Vor-Ort-Termins am vergangenen Freitag vor dem Schulzentrum erklärte Silvia Bethe, Schulleiterin des Hannah-Arendt-Gymnasiums: „Uns ist die Situation bewusst, aber wir können den Eltern nicht verbieten, ihre Kinder abzuholen und dazu vor dem Gelände zu parken.“ Die Schule habe zwar bereits mehrfach in Schreiben an die Eltern auf die Situation aufmerksam gemacht, „aber manche haben eben auch gute Gründe, warum ihr Kind nicht mit dem Bus, dem Fahrrad oder zu Fuß nach Hause kommen kann“, erklärt Bethe.

Bildquelle

  • Parkende eltern: Mirko Haendel

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