Beschnitt von Weißdorn-Hecken sichert die Artenvielfalt. Ökologische Station Mittleres Leinetal (ÖSML) wird in der Leinemasch aktiv
In den Sommermonaten deutlich sichtbar: die Weißdorn-Hecken in der Leinemasch – hier eine Aufnahme des Wehrkamps – sind als solche kaum mehr erkennbar. Foto: Krüger

Beschnitt von Weißdorn-Hecken sichert die Artenvielfalt. Ökologische Station Mittleres Leinetal (ÖSML) wird in der Leinemasch aktiv

Laatzen (rks). Es geht um die Artenvielfalt: Die Ökologische Station Mittleres Leinetal – kurz ÖSML – hat ein Unternehmen damit beauftragt, noch im laufenden Monat Pflegemaßnahmen an den Weißdorn-Hecken in der Laatzener Leinemasch durchzuführen. Die Hecken, die über lange Jahre sich selbst überlassen wurden, drohen ihre Funktion als Rückzugs- und Lebensraum für verschiedene Tierarten einzubüßen.

„Die unter anderem den Wehrkamp und den Pfingstanger begleitenden Weißdorn-Hecken“, sagt ÖSML-Geschäftsführer Kai-Olaf Krüger, „bereichern und gliedern das Landschaftsbild in der Leinemasch.“ Sie seien, so der Diplom-Biologe weiter, in idealer Weise dazu geeignet, Biotope untereinander zu vernetzen. „Außerdem erfüllen sie eine wichtige Funktion als Brut- und Rückzugsraum für unterschiedlichste Tierarten. Die Blütensträucher etwa bieten Nahrung für Insekten sowie Früchte und Samen für Singvögel. Und die Dornensträucher sind ideale Nistplätze für Vögel wie den Stieglitz, die Drossel, den Zaunkönig und die Goldammer.“

Teile der Weißdorn-Hecken im Bereich des Wehrkampes und des Pfingstangers, dies ergab eine gemeinsame Begehung mit Vertretern der Stadt Laatzen, der Region Hannover, des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) und des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), sind im Lauf der Jahre überaltert. „Einige“, sagt Krüger, „sind zu größeren Bäumen herangewachsen, andere weisen in ihrem Innern immer größere Lücken auf und verlieren damit ihre Schutzfunktion für die Tierwelt.“

Um diese Funktion der Hecken dauerhaft zu erhalten, sollen an ihnen künftig in größeren zeitlichen Abständen regelmäßig Pflegeschnitte durchgeführt werden. Zugleich sollen größere, stark schattenwerfende Bäume aus den Hecken entfernt werden. Eine Aufgabe, der sich auf seinen eigenen Flächen enercity annehmen wird. Der Energieversorger kündigte zugleich an, die in der Leinemasch weit verbreiteten Kopfweiden stutzen zu wollen, um ihnen wieder ihr charakteristisches Aussehen zu verleihen.

Die Maßnahmen zur Heckenpflege werden mit Mitteln des Landes Niedersachsen gefördert und vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) betreut. Sie dienen letztlich auch dazu, die Leinemasch mit ihren geschützten Wiesenbiotopen auch in der Zukunft als offenes Grünland für Wiesenbrüter sowie Rast- und Zugvögeln zu erhalten.

 

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