Bürger aus Burg kämpfen für Sparkasse: Unterschriftenliste an OB Schostok übergeben
Gerhard Eibach, Kirchenvorstandsvorsitzender der Zachäusgemeinde, überreicht Oberbürgermeister Stefan Schostok (links) 99 Zettel mit den gesammelten 2105 Unterschriften.

Bürger aus Burg kämpfen für Sparkasse: Unterschriftenliste an OB Schostok übergeben

BURG (bo). Die Burger Bürger kämpfen weiter entschlossen um den Erhalt ihrer Sparkassenfiliale an der Harzburger Straße (das Wochenblatt berichtete). In der vergangenen Woche konnte eine 16-köpfige Delegation Oberbürgermeister Stefan Schostok im Rathaus ihr Anliegen vortragen.
Gerhard Eibach, Kirchenvorstandsvorsitzender der Zachäusgemeinde, überreichte dazu eine Unterschriftenliste mit 2105 Namen. „Wir erwarten, dass sie uns unterstützen und die Argumente für die Schließung der Filiale intensiv geprüft werden“, so Eibach. Schostok sicherte zu: „Ich werde die Unterschriftenliste dem Sparkassenvorstand um Heinrich Jagau überreichen und dafür werben, dass das Gespräch mit den Bürgern gesucht wird.“ Er stellte allerdings auch klar, dass er als Mitglied des Verwaltungsrates der Sparkasse mit dafür zu sorgen habe, dass die Sparkasse zukunftssicher ausgerichtet wird.
Die anwesenden Bürger des betroffenen Stadtteils kritisierten gegenüber Schostok die „Holzhammermethode“ der geplanten Schließung der Filiale. Es habe keinerlei Gespräch mit den Anwohnern im Vorfeld gegeben. Ein anderer rechnete Schostok vor, was die Fahrt zu einer der anderen Filialen in Stöcken, Vinnhorst oder Herrenhausen kostet. „Mit der Kontogebühr und den Fahrkarten sind das im Jahr zwischen 120 und 150 Euro. Das kann für Rentner schon ein erheblicher Betrag sein.“
Mehrere drohten damit, ihr Konto bei der Sparkasse zu kündigen und sich eine andere Bank ohne Kontogebühren zu suchen, wenn die Filiale nicht erhalten bleibt. Die Bürger setzen sich für einen Kompromiss ein: Öffnung der Sparkasse an weniger Tagen in der Woche und zu verkürzten Zeiten. Laut Eibach sei das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Burg besonders hoch. „Viele sind nicht mehr so gut zu Fuß unterwegs. Da ist die Filiale vor Ort zwingend notwendig“, sagt der Kirchenvorstandsvorsitzender der Zachäusgemeinde.

Bildquelle

  • nord_sparkasseDSC_RGB_2348: Foto: bode

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