„Das ist kein dummer Streich mehr“. Unbekannte entfernen auf dem Gelände des SC Hemmingen-Westerfeld die Deckel mehrerer Abwasserschächte / Verein klagt über Serie von Vandalismusschäden
Wurde glücklicherweise noch rechtzeitig entdeckt: einer der von Unbekannten geöffneten Abwasserschächte auf dem Gelände des SC Hemmingen-Westerfeld.

„Das ist kein dummer Streich mehr“. Unbekannte entfernen auf dem Gelände des SC Hemmingen-Westerfeld die Deckel mehrerer Abwasserschächte / Verein klagt über Serie von Vandalismusschäden

Hemmingen. Seit rund einem Jahr verzeichnete der SC Hemmingen-Westerfeld auf seinem Sportgelände immer wieder Fälle von Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung. Zuletzt wurden in der Nacht zu Donnerstag, 6. Juni, an der Hohen Bünte die Deckel zahlreicher Abwasserschächte entfernt – wenige Tage vor einem internationalen Fußballturnier, an dem über Pfingsten mehr als 700 Kinder teilnahmen.

Gerd Gerlach, kündigt vor diesem Hintergrund an, Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Sicherheitsgefährdung stellen zu wollen. „Bei dieser Tat“, so der Vorsitzende des SC, „handelt es sich nicht mehr um einen dummen Streich.“ Allein der Aufmerksamkeit des Sportgeländepflegewartes sei es zu verdanken gewesen, dass die offenen Abwasserschächte bemerkt und rechtzeitig wieder verschlossen worden seien.

Der SC, so Gerlach weiter, sei sich seiner Verantwortung, für die Sicherheit auf dem Gelände Sorge tragen zu müssen, bewusst, doch es sei dem Verein nicht möglich, den Platz rund um die Uhr im Blick zu behalten. Angesichts der sich seit einem Jahr häufenden Vorfälle bittet Gerlach die Bevölkerung, den SC zu unterstützen und auf ungewöhnliche Vorgänge rund um den Sportplatz zu achten. Ende vergangenen Jahres, listet der Vorsitzende auf, sei der auf dem Parkplatz vor dem Gelände abgestellte Vereinbus schwer beschädigt worden, in den Wochen darauf hätten Unbekannte das Netz eines Ballfangzauns gestohlen und die Tornetze zerschnitten. Finanziell belastet habe den Verein zudem der Diebstahl eines Traktors. Dieser sei zwar mittlerweile wieder aufgetaucht, jedoch habe der Club für die erforderlichen Reparaturen einen vierstelligen Betrag aufbringen müssen. Gerlach: „Diese Serie ist beunruhigend. Wir stellen uns die Frage, wo das alles noch hinführen soll.“

Axel Schedler, Fachbereichsleiter der Stadt Hemmingen, die das Gelände seit vielen an den Verein verpachtet, unterstützt den SC darin, die Angelegenheit öffentlich machen und zur Anzeige bringen zu wollen. „Was dort geschehen ist, war hochgefährlich“, sagt er nicht zuletzt mit Blick auf die Tragödie, die sich vor drei Jahren im Freibad Arnum ereignet hatte. Dort war im Juli 2016 ein zweijähriges Mädchen in einen offenen Schacht gestürzt und tödlich verunglückt.

Bildquelle

  • : privat

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