7. Dichterwettstreit am MCG
Initiator Ludger Deters (links) freut sich mit den Slammern und Moderatoren über den gelungenen 7. Poetry Slam.

7. Dichterwettstreit am MCG

Kampf um die stärksten Worte Poetry Slam 2016-2

Dichterwettstreit am MCG: Junge PoetrySlammer begeistern 200 Zuhörer – Jörn Kaiser gewinnt vor Aylin Sayili

Gehrden. Zwölf junge Dichter haben am Dienstagabend  beim Poetry-Slam im Matthias-Claudius-Gymnasium (MCG) mit ihren Texten um die Gunst der rund 200 Zuhörer in der ausverkauften Aula der Schule gewetteifert. Zum siebten Mal hatte Lehrer Ludger Deters den Dichterwettstreit dort organisiert. Es siegte Jörn Kaiser vor Aylin Sayili. Platz drei belegte Vivien Knobloch. Ausgewählte Gäste aus dem Publikum haben auf Zuruf die Punkte vergeben.

Für den nunmehr 7. Poetry Slam am Gehrdener Gymnasium  hatten die Zehnt- und Elftklässler den Auftrag bekommen, einen Text zu schreiben, der etwas mit ihrem Leben zu tun hat. Herausgekommen ist eine bunte Mischung mit Geschichten über das Schubladendenken, die dahinrasende Zeit, gute Vorsätze und den Stress ohne Grund. Während die einen mit lauten Tönen die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf sich zogen, gelang anderen dies mit leiser Stimme.

Jörn Kaiser gewann mit dem  unterhaltsamen  „Flach, lacher …Tschörn Kay“ schließlich mit einem Punkt Vorsprung. Schon bei seiner Begrüßung hatte er das Publikum auf seiner Seite. „ Ich möchte mich schon vorher dafür entschuldigen, dass mein folgender Text zum Ende hin etwas peinlich wird. Aber ich stehe nicht so auf tiefsinnige Texte, ich habs lieber flach. Damit meine Eltern sich nicht schämen brauchen, trete ich unter dem Decknamen Tschörn Kay auf“, begann er seinen Text. Poetry Slam 2016-1

Aylin Sayili folgte mit „Schau mal hin“ auf Platz zwei.   „12 Grad. Du. Draußen auf der Straße. In einer Hand die Tageszeitung, bist auf dem Weg zur Bahn. Fremde Menschen, verschwommene Silhouetten in einem Meer der Ignoranz, jeder in seine eigenen Gedanken vertieft, immer auf Distanz. Blick starr nach vorne gerichtet, bloß nicht auf die anderen achten, aus Versehen erwischt du dich, wie du die andere Straßenseite betrachtest“, heißt es in ihrem Beitrag, in dem es um Vorurteile und Zivilcourage geht.  Die drittplatzierte Vivian Knobloch präsentierte  das Leben künstlerisch schmackhaft in einem Vier-Gänge-Menü. „Kalte Vorspeise. Warme Vorspeise. Hauptspeise. Dessert. Was haben diese vier Dinge gemeinsam? Richtig, sie spiegeln unser Leben wider“, trug sie vor. Moderiert wurde die Veranstaltung von Niclas Sell und Karla Klaus. Musikalisch begleitet wurde der PoetrySlam unter anderem von der MCG-Schulband und den aus der Castingshow „Voice of Germany“ bekannten Levester Brüdern André und Mitchy Katawazi. Aufhorchen ließ auch die Eigenkomposition von Florentine Adam „Roads calling from Afar“ mit Henrike Wagner, Martha Wagner und Florentine Adam sowie der Beitrag Marlena Fritch, die bei „One and Only“ von Hannah Wolter am Klavier begleitet wurde.Poetry Slam 2016-3

Bildquelle

  • Poetry Slam 2016-4: Heidi Rabenhorst

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