Feuerwehr zieht um
So soll die neue Feuerwache 3 an der Lange-Feld-Straße in Kirchrode aussehen. Grafik: Landeshauptstadt Hannover

Feuerwehr zieht um

„Solide, robust, aber nicht verspielt“, so beschreibt Stephanie Deppe-Lorenz vom Gebäudemanagement der Stadt das neue Gebäude der Feuerwache 3, das ab November an der Lange-Feld-Straße errichtet wird. Gemeinsam mit Feuerwehrchef Claus Lange stellte sie die Pläne jüngst im Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode vor. Nötig ist der Neubau, weil das alte Gebäude an der Jordanstraße aus dem Jahr 1937 „längst nicht mehr den Anforderungen einer modernen Feuerwehr entspricht“, so Feuerwehrmann Lange. Hinzu kommt, dass die Feuerwache 3 in der Südstadt nur über eine Ausfahrt verfügt, die zudem auf eine viel befahrene Kreuzung mündet.
Das soll in Kirchrode nun ganz anders werden. Geplant ist ein lang gezogener Klinkerbau, der den 104 Mitarbeitern und 18 Fahrzeugen der Feuerwache 3 ausreichend und vor allem funktionellen Raum bietet. Vor allem aber wird Hannovers einziges Atemschutzkompetenzzentrum in Kirchrode auf den neuesten Stand der Technik gebracht. „Im Bereich der ABC-Gefahrenabwehr spielt die Wache 3 eine zentrale Rolle“, erklärt Feuerwehrchef Claus Lange. Ein weiterer Pluspunkt der neuen Feuerwache ist die Lage am Rande Kirchrodes. Der Messeschnellweg ist in unmittelbarer Nähe, das Messegelände in sieben Minuten erreichbar. Das hat auch die Messe-Verantwortlichen überzeugt. Die hannoversche Berufsfeuerwehr wird künftig auch Aufgaben der Messe-Werksfeuerwehr übernehmen.
Damit es bei den Einsätzen nicht zu Problemen kommt, sind für die neue Wache zwei Ausfahrten geplant. Im alltäglichen Betrieb führt die Ausfahrt über die Lange-Feld-Straße. Sollte es dort aber einmal nicht möglich sein, können die Einsatzfahrzeuge das Gelände rückwärtig an der Bahntrasse zur Bemeroder Straße verlassen.
Das neue Gebäude der Feuerwache 3 wird über 22 Fahrzeugstellplätze verfügen, vier mehr als aktuell nötig. Eine Erweiterung der Aufgaben ist daher möglich. Im Erdgeschoss sind daneben Lagerräume untergebracht, darüber sind Büros vorgesehen. Im hinteren Bereich zur Bahntrasse liegen das Atemschutzzentrum und die Kantine. Ein Grillplatz ist ebenfalls vorgesehen. Das Dach des Gebäudes soll begrünt werden. Solaranlagen sind allerdings nicht vorgesehen. „Das würde unsere empfindlichen Funkanlagen stören“, erklärt Claus Lange.
In Sachen Lärmbelästigung haben sich Stadt und Feuerwehr bei der Planung die Rettungswache 1 in der Nordstadt zum Vorbild genommen. „Wir werden den Einsatz des Martinshornes so gering wie möglich halten“, sagt Feuerwehrchef Lange. Möglich wird dies durch eine besondere Ampelschaltung am Gelände  und zur Bemeroder Straße. Bei bis zu 14 Einsätzen pro Tag dürfte das die Anwohner freuen.
Beginn der Erdarbeiten auf dem 14000 Quadratmeter großen Grundstück an der Lange-Feld-Straße ist im November. Die Fertigstellung der neuen Feuerwache 3 ist für das Jahr 2019 geplant. Die Stadt rechnet mit Kosten von rund 25 Millionen Euro.

Von Wilfried Schmücking-Goldmann

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