„Gewichtheben ist anspruchsvoll“
Zeigte eine ganz starke Leistung bei den deutschen Meisterschaften: Olga Miljukov. Foto: r

„Gewichtheben ist anspruchsvoll“

Im Interview erzählt Olga Milijukov von ihren Anfängen beim Verein für Körperkultur von 1903 Hannover

Linden. Das ist eine ganz starke Leistung und ein toller Erfolg: Olga Miljukov vom Verein für Körperkultur von 1903 (VfK) wurde bei den deutschen Meisterschaften im Gewichtheben Dritte in der Gewichtsklasse -75 Kilogramm. Im Stoßen bewältigte die 24-Jährige 84 und im Reißen 75 Kilogramm. Genauso zielstrebig ist sie im Zivilleben. Olga Miljukov studiert medizinisches Informationsmanagement, zuvor hatte sie nach dem Abitur eine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten absolviert.

Wann haben Sie mit dem Gewichtheben angefangen?
Olga Miljukov: Ich habe sehr spät angefangen, vor zwei Jahren. Ich war seit Mai 2013 in einer Freizeit-Sportgruppe und dort hatten wir begonnen, mit Hanteln zu trainieren. Der Leiter war der Überzeugung, ich sollte es mit Gewichtheben versuchen, da dies bei mir vom Bewegungsablauf her gut aussah. Ich habe zunächst abgelehnt, aber er ließ nicht locker. Ich bin dann zum VfK gegangen und habe mir das Probetraining angeschaut.
Was fasziniert Sie an diesem Sport?
Miljukov: Das Gewichtheben ist anspruchsvoll. Wenn man daran kontinuierlich arbeitet, bekommt man die Erfolgserlebnisse und die motivieren zum Weitermachen. Dies gelang mir schnell und deshalb ist meine Motivation besonders groß. Es bereitet mir viel Spaß, schwer zu trainieren, denn man fühlt sich stark und wird selbstbewusster.
Der VfK scheint den richtigen Rahmen zu bieten?
Miljukov: Als ich zum VfK kam, waren wir drei Frauen, aber wir hatten nie ein Ausgrenzungsgefühl. Mittlerweile sind mehr Frauen dazugekommen und das ist wichtig, weil es das Ganze auflockert. Die Atmosphäre ist sehr kameradschaftlich, fast einmalig. Untereinander gehen die Menschen sehr gut miteinander um. Dies erhöht den Spaßfaktor beim Training.
Wie oft trainieren Sie in der Woche?
Miljukov: In der Regel schaffe ich es vier Mal, aber es gibt auch Zeiten, da trainiere ich fünf bis sechs Mal. Das hängt davon ab, wie ich es zeitlich schaffe und in meinen Alltag integrieren kann.
Träumen Sie von Olympia?
Miljukov: Dazu muss man schon in der Jugend anfangen und ich weiß nicht, ob ich das aufholen kann. Ich denke jedoch, dass ich noch weiterkomme als nur bis zu den deutschen Meisterschaften. Da ist noch Luft nach oben. An dieser Stelle möchteich meinem Trainer Mark Sandmann danken, der mich bis zum Sommer betreut hat.
Bleibt noch Zeit für andere Hobbys?
Miljukov: Vollzeitstudium, ich arbeite nebenbei und Training, da ist nicht mehr viel möglich, ich benötige ein gutes Zeitmanagement. Der Fernseher ist schon aussortiert.
Interview: Dieter Kösel

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