Ich habe einen Traum vom Kulturfestival

Ich habe einen Traum vom Kulturfestival

Alexander zu Schaumburg-Lippe möchte in Bückeburg ein Sommerfestival mit Kunst und Musik initiieren. Wer träumt, darf übertreiben. Träume dürfen maßlos, überdimensional und aberwitzig sein. Meiner ist womöglich gigantoman, aber mitnichten unmöglich. Alles ist eine Frage der Mittel.

In meinem Traum ist unser kleines Bückeburg am westlichen Rand Niedersachsens ein Kulturmekka wie das englische Glyndebourne oder das niederösterreichische Grafenegg. Jeden Sommer, das erträume ich mir, fallen Heerscharen von Musik- und Kunstfreunden an den Wochenenden oder auch über ganze Wochen hinweg ein, um während der Bückeburger Musik- und Kulturtage erstklassige Opern- und Konzertaufführungen sowie glanzvolle Kunst- und Theaterevents zu erleben.

Trotz opulenter Ausstattung und hochkarätiger Solisten und Darsteller ist der Eintritt für die Besucher erschwinglich, weil Förderprogramme des Landes und des Bundes sowie großzügiges Sponsoring durch Industrie und Finanzwirtschaft in Bückeburg ein Festival der Superlative für alle ermöglichen.
Jedes geeignete Gebäude Bückeburgs ist von morgens bis abends Schauplatz von Darbietungen: In der Stadtkirche finden Aufführungen bedeutender Sakralkompositionen von Bach bis Messiaen statt. Kammerorchester und Jazzensemble gastieren im Großen Festsaal des Schlosses. Im Rathaussaal werden Theaterproduktionen eigens für den Anlass von Weltklasse-Regisseuren inszeniert. Im Herminen-Palais werden die Ergebnisse eines interdisziplinären Kompositionswettbewerbs zwischen Jazz und Klassik uraufgeführt und prämiert. In einer eigens errichteten Kunsthalle präsentieren renommierte Galeristen die Werke großer zeitgenössischer Künstler. Der Schlosspark ist eine musikalische Flaniermeile, am Rande der Wege und in den Absperrungen der Caterer ist überall Kammermusik oder Jazz live zu hören.

Über all dem thront aber ein riesiges Freilichttheater, das ein bedeutender Architekt (und mir schwebt sogar jemand vor) auf die Grünflächen in der Nähe des Schlosses gestellt hat, und das schon als Bauwerk die Reise lohnt. Wegen der idealen Akustik der Konstruktion sind hier sinfonische Konzerte und Opernaufführungen vor Tausenden von Besuchern möglich. Internationale Orchester, Dirigenten, Solisten und Musiktheater-Regisseure reißen sich um die Chance, in diesem einzigartigen Ambiente kühne künstlerische Visionen zu realisieren.

All das passiert in meinem Traum alljährlich in unserer kleinen Stadt. Und im Gegensatz zu Glyndebourne ist niemand auf Zelte angewiesen, weil es ausreichend Hotelunterkünfte gibt.

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