Ich habe einen Traum vom Radsport

Ich habe einen Traum vom Radsport

Dopingfreier Spitzensport und die „Nacht von Hannover“.Seit 60 Jahren im Radsport aktiv, zuerst als mehr oder weniger erfolgreicher aktiver Rennfahrer, dann fast 30 Jahre als Vorsitzender des Hannoverschen Radsport-Clubs, Norddeutschlands größtem und erfolgreichstem Radsportclub mit zwei Olympiasiegern 1992 und unzähligen Deutschen Meistertiteln, war und bleibt der Radsport mein Traum.

Nachdem ich bereits mehr als 20 Jahre für den HRC Radrennen in Hannover und der Region organisiert hatte, traf mich auf der Rückfahrt von einer Radsportveranstaltung in Holland der Traum von einem Radrennen bei Nacht – unter Flutlicht und mitten in der City.

Dass dies kein Wunschtraum blieb, dafür sorgten dann viele sportbegeisterte Hannoveraner, unter anderen der damalige Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg.

Erster Start zur Premiere der „Nacht von Hannover“ war am 14. August 1975. Erster Sieger: Klaus-Peter Thaler, der mehrfache Cross-Weltmeister.

Ein Traum war Wirklichkeit geworden, die „Nacht“ wurde zu einer der größten Sportveranstaltungen in unserer Stadt und fand viele Nachahmer in ganz Europa.

Was aus diesem Traum dann wurde, sprengte alle Erwartungen. 50- bis 60.000 Zuschauer und die Weltelite des Radsports trafen sich jeweils in der Woche nach dem Tour de France-Finale auf der Pariser Champs Élysées in unserer Stadt. Die „Nacht von Hannover“ wurde zum Symbol des Hannoverschen Radsports, bis die unsäglichen Doping-Diskussionen die Erfolgskurve abstürzen ließen. Trotzdem ist und bleibt die „Nacht von Hannover“ und ein dopingfreier Radsport mein Traum.

wobla_1107Dass der Radsport auch heute noch für positive Schlagzeilen sorgen kann, zeigen die jüngsten Erfolge des Radsports in unserer Stadt. So gewann Jonas Bokeloh vom HRC vor wenigen Wochen den Weltmeistertitel der Junioren. Nicht nur für den jungen Sportler, sondern auch für mich ein Traum.

Es bleibt genug Zeit zum Träumen: Sauberer Radsport, begeisterte Nachwuchsfahrer und eine Neuauflage der „Nacht von Hannover“ an ihrer Geburtsstätte „Rund um die Markthalle“.

Träumen ist erlaubt.

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