Interview: Im Gespräch mit Sonja Zietlow

Interview: Im Gespräch mit Sonja Zietlow

Sonja Zietlow ist zusammen mit Dirk Bach das „Dream-Team“ des Dschungels, 2010 wurde das Dschungelcamp ausgesetzt, 2011 soll es wieder heißen „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“. Kürzlich war die charmante Moderatorin in der NDR Talkshow „Tietjen und Hirschhausen“ zu Gast, zuvor sprach sie mit hallo Sonntag-Redakteur Clemens Niehaus

hallo Sonntag: Sie waren der Quotengarant der Nachmittagsshows, dann kamen die Abenteuer-, Wissen- und Dschungelshows und die 10-Shows… Sind Sie rückblickend zufrieden mit dem Werdegang oder hätten Sie etwas anders gemacht?

Sonja Zietlow: Das ist immer schwer zu sagen, denn schließlich bin ich jetzt da, wo ich bin, weil ich eben genau diesen Weg eingeschlagen habe. Deswegen: Nein, würde alles genauso machen. (lacht)

Gibt es eine Show oder Sendung, an die Sie besonders gerne bzw. ungerne zurückdenken?

Jede Show, die ich moderiert habe, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Oft ist meine tatsächliche Arbeit ja ganz anders oder umfangreicher, als nur das Resultat, das man sieht. Am beeindruckendsten ist immer noch „ich bin ein Star – holt mich hier raus!“

Zusammen mit Dirk Bach sind Sie die eigentliche Dschungelqueen, Stichwort „der Dicke und die Zicke“. Sind Sie gerne die „Zicke“?

Eigentlich bin ich ja keine Zicke. Und ich finde meine Kommentare ja auch nicht wirklich schlimm. Aber da sogar meistens die Journalisten mir oft gemeinere Worte in den Mund legen, oder sogar die, die Dirk gesagt hat, haben wir uns einen Scherz draus gemacht! Eben so, wie es die Stars unten im Camp auch halten sollten. Sich einfach nicht so ernst nehmen. (lacht)

Wie schadenfroh sind Sie, wo ist Ihre Schmerzgrenze?

Die Stars, die ins Camp gehen, wissen genau, was auf sie zukommt. Deswegen hält sich dort mein Mitgefühl in Grenzen.

Was würden Sie gerne einmal machen?

Zum Mond fliegen!

Wann gibt’s wieder eine Dschungelshow, und sind Sie beide wieder dabei?

Geplant ist Januar 2011. Und was wäre der Dschungel ohne uns? Also klaro sind wir wieder dabei. (lacht)

Ihr Vater ist während des Dschungel-Finales 2009 an Lungenkrebs gestorben. Seitdem setzen Sie sich für mehr Aufklärung bezüglich dieser Krankheit ein. Mit welchen Vorurteilen müssen Sie immer wieder aufräumen? Was liegt Ihnen dabei besonders am Herzen?

Am schlimmsten ist, wenn den Betroffenen vorgeworfen wird, dass sie ja schließlich selbst schuld sind. Viele Arten von Krebs kommen vom Rauchen. Außerdem hat jeder Krebskranke ein Recht darauf, genauso behandelt zu werden wie andere Patienten. Staat und Gesellschaft messen mit zweierlei Maßen: Sie verdienen an der Tabaksteuer – und mit ihr auch das Gesundheitssystem. Lungenkrebspatienten aber stigmatisieren sie. Außerdem gehörte jahrelang das Rauchen zum gesellschaftlich akzeptierten Verhalten, wie aktuell immer noch das Trinken von Alkohol. Heute sind viele dieser Raucher erkrankt, und ihnen allein wird die Schuld an der Krankheit gegeben.

Sie wohnen in München – Anfang 2009 wurde dort das Rauchverbot in Kneipen gelockert, jetzt aber will Bayern per Volksentscheid über das totale Rauchverbot in der Gastronomie abstimmen. Wie stehen Sie dazu?

Ich bin für absolutes Rauchverbot in öffentlichen geschlossenen Räumen. Ein Volksentscheid? Wäre ja schön, wenn wir immer gefragt würden. Die machen es sich leicht! (lacht)

Haben Sie Angst, die Krankheit selbst zu bekommen?

Nein!

Was wünschen Sie sich für die Zukunft – beruflich wie privat? Gibt es da einen noch unerfüllten Traum?

Für mich könnte alles so bleiben wie es ist!

Vielen Dank für das Gespräch.

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