Interview: Monrose im Gespräch

Interview: Monrose im Gespräch

Es herrscht Hektik in der Nordstädter Kniestraße. Thomas Herrmans zeichnet im Werkhof seine „Thomas & Helga“-Show auf. In einer Sendung zu gast sind auch de drei charmanten Ladys von Monrose. Kurz vor Aufzeichnungsbeginn haben Senna, Mandy und Bahar noch Zeit für ein kurzes Gespräch mit hallo Sonntag/-Wochenblatt-Redakteur Clemens Niehaus.

Ihr seid heute ja nicht das erste mal in Hannover, was verbindet ihr mit der Stadt, habt ihr Erinnerungen an Hannover, hier war ja – ich glaube 2008 – der Start eurer Tour.

Bahar: Ich verbinde freundliche Leute mit Hannover.
Senna: Eine tolle Stadt, wir kommen immer gerne wieder.
Mandy: Von der Stadt hab ich leider noch nicht viel gesehen – aber ich mag die Fans hier.

Euch gibt es jetzt seit dreieinhalb Jahren. Mir kommt das viel länger vor, geht euch das ähnlich?

Bahar: Manchmal ja. Die Zeit hat so viel mitgebracht, so viele Eindrücke und Erlebnisse. Manchmal kommt es mir so vor, als wären wir ewig dabei.
Senna: Mir kommt’s vor wie drei Jahre. Jedes Jahr hat sich etwas getan und ich erinnere mich noch genau an die Anfangszeit.
Mandy: Das sagt jeder *lacht* Ich hab manchmal das Gefühl, uns würde es schon zehn Jahre geben, gleichzeitig gibt es aber auch Momente, wo ich sage: ‚die Zeit ist so schnell vorübergegangen‘. Ich habe gerade meinen 20. Geburtstag gefeiert und da haben wir das alles nochmal Revue passieren lassen – ich habe fast meine ganze Jugend in der Band verbracht. Damit hatte 2006 wohl keiner gerechnet – wir auch nicht. Aber ich bin dankbar, dass ich jetzt noch hier stehen kann und wir bald unser 4. Album releasen.

Von Monrose hat man jetzt länger nichts gehört, der letzte Eintrag auf eurer Homepage Monrose.de ist vom 30. Mai 2008, die letzte Single kam Ende November 2008 heraus. Was habt ihr seitdem gemacht, arbeitet ihr an einem neuen Album? Wenn ja, gibts schon einen Namen und einen VÖ-Termin?

Senna: Genau, wir waren im Studio und haben unser viertes Album aufgenommen.
Mandy: Wir haben uns in diesem jahr viel inspirieren lassen, sind viel gereist und haben viele neue Eindrücke gesammelt.
Bahar: Wir veröffentlichen am 11. Juni unser neues Album, aber ein Name steht bislang noch nicht fest. Und am 10. Juni sind wir bei dem Finale von „Germany’s next Topmodel“ zu sehen.

Anfang 2007 wart ihr von den Medien schon abgeschrieben, habe euch dann aber eindrucksvoll mit dem Top-Ten-Album “Strictly Physical” und der Nummer-1-Single “Hot Summer” zurückgemeldet. Wie sehr hat es euch getroffen, dass ihr in den Medien ein Auslaufmodell wart, bzw. wie war das für euch, dann einen Nummer-1-Hit zu haben?

Senna: Ganz ehrlich, es war uns immer klar, dass die Medien dein Freund sind wenn es gut läuft und dich zerreissen, wenn es nicht gut läuft. Angst hatten wir schon. Vor allem davor wie es dann weitergehen sollte. Die Nr. 1 war dann natürlich sehr befriedigend.*lacht*
Mandy: Da hatten wir ganz viel Glück auf unserer Seite – und ein gutes Produzententeam. Und wir haben einfach nicht aufgehört zu arbeiten, egal wieviel schlechte Kritik in der Zeitung stand.
Bahar: Wir haben trotzdem weitergemacht und uns nicht unterkriegen lassen. Und „Hot Summer“ war eine Superchance, allen ins Gesicht zu lachen, die nicht an uns geglaubt haben.

Ich habe das Gefühl, im Moment läuft es ähnlich – was bedeuten würde, dass ihr im Sommer wieder eine Nummer-1-Hit habt…

Senna: Ah, wie süß du bist.*lacht* Dein wort in Gottes Ohr.
Bahar: Das wäre natürlich geil!
Mandy: Ja, das wäre wirklich schön. Da haben wir auch richtig Lust drauf.*lacht*

Senna, du warst ja nicht nur musikalisch aktiv, sondern auch auf dem Tanzboden. Deine “Pulp Fiction”-Performance mit Gotthilf Fischer gehörte für mich zu den Höhepunkten bei “Yes, we can dance”. Wie waren die Proben mit Fischer? Musstest du auch singen?:-)

Senna: Die Proben mit Gotthilf waren sehr witzig. Wir haben nicht nur getanzt sondern auch miteinander gesungen. Allerdings eher im spass. Und was ich aus der Begegnung mitgenommen habe ist eine neue Freundschaft und die Erkenntnis, dass auch verschiedene Generationen über die Musik zusammenkommen können. Gotthilf ist der Beste!

Gibst du bei VIVA immer noch ‘Lebenshilfe’ als “Sista Senna”?

Senna: Ich gebe jedem „Lebenshilfe“ der sie von mir braucht *lacht*

Du bist ja bei Monrose die Älteste, kommen Mandy und Bahar auch zu dir, um sich Ratschläge zu holen?

Senna: Ab und zu, aber inzwischen sind die Mädels natürlich auch gereift.

Themenwechsel: Am 29. Mai findet der Grand Prix statt. Ihr habt ja auch eure Erfahrungen mit dem Vorentscheid… Wie findet ihr den Song, mit dem “Unser Star für Oslo” Lena Meyer-Landrut Deutschland vertritt?

Senna: Super, da hat Stefan Raab wieder mal gezeigt, dass er es drauf hat. Und wenn er seine Finger im Spiel hat denke ich, dass es auch erfolgreich werden kann.
Mandy: Das, was Lena präsentiert, gab es in Deutschland so ja noch nicht. ich wünsche ihr viel Glück und bin gespannt.
Bahar: Durch ihre ganz eigene Art, sowohl musikalisch als auch menschlich, hat sie sich den Sieg auf jeden Fall verdient. Ich bin mir sicher, dass sie mit dem Song viel erreichen. Es wäre toll, wenn durch sie Deutschland mal wieder etwas besser abschneiden würde.

Letzte Frage: Angenommen, ihr hättet zwei Schlagzeilen in diesem Jahr frei – welche würdet ihr euch wünschen?

Alle: Also, die erste wäre natürlich: Monrose haben es wieder geschafft! Ihre Single bricht alle Verkaufsrekorde!

Und die zweite…?

Monrose-Lottogemeinschaft knackt den 50 Millionen Euro-Jackpot! *lachen*

Na dann viel Glück fürs Album und den Jackpot, und viel Spaß bei der „Thomas & Helga“-Show.

Die Show mit Monrose wird am 17. April im NDR gesendet.

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