Investor plant nun kleiner
Architekt Lorenzen präsentiert das Modell für den Neubau im Heideviertel.

Investor plant nun kleiner

„Projekt Heideviertel“ auf einen Blick:

Bauträger ist die Hochtief Building GmbH.

Geplant ist die Bebauung des Gebiets zwischen Karl-Wiechert-Allee und Schneverdinger Weg.

106 Wohnungen, 17 Maisonetten und sieben Doppelhäuser sollen entstehen.

Das höchste Gebäude umfasst vier Etagen. Baubeginn ist voraussichtlich in 2 Jahren.

Der von SPD-Bezirksbürgermeister Henning Hofmann initiierte Bürgerdialog zeigt Wirkung: Im Disput um den Bau von Pendlerwohnungen im Heideviertel scheinen sich Anwohner und Baukonzern anzunähern.

300 Wohnungen in vier Gebäuden, eins davon mit sieben Etagen, wollte die Firma Hochtief auf dem Gebiet zwischen Karl-Wiechert-Allee und Schneverdinger Weg errichten. Die Anwohner kritisierten die Pläne: zu hoch, zu eng gebaut, zu hohes Verkehrsaufkommen. Ein neues Konzept musste her. Beim Bürgerdialog in der Aula der Maximilian-Kolbe-Schule stellte Architekt Carsten Lorenzen das überarbeitete Modell vor.

Die wahrscheinlich beste Nachricht für die Anwohner: Der siebengeschossige Wohnkomplex ist vom Tisch. Das höchste Gebäude soll vier Etagen haben. Auch die Zahl der Wohneinheiten wurde deutlich reduziert. Neben 106 Geschosswohnungen sollen 17 Maisonetten und sieben Doppelhäuser entstehen. Architekt Lorenzen erklärte: „Die Maisonetten werden wohl eine Größe von etwa 100 Quadratmetern haben, die Doppelhäuser etwa 130 Quadratmeter.“ Mit den niedrigeren Gebäuden wolle man sich den Höhen der benachbarten Häuser annähern. „Sie sollen sich optisch ins Heideviertel eingliedern“, sagte Lorenzen. Dass dafür einige Bäume weichen müssen, sorgtNeubau_Heideviertel für Unmut in der Bevölkerung. Hochtief-Projektentwickler Dirk Felsmann und Architekt Lorenzen wollen so viele Gehölze wie möglich erhalten, erklären sie. Doch Felsmann macht auch klar: „Hannover wächst. Die Bürger müssen zwangsläufig enger zusammenrücken.“

Um die Lärmschutzvorschriften einzuhalten, sei der Bau von Loggien denkbar, so Lorenzen. Eine doppelte Verglasung halte eine Menge Lärm ab. Und die Anwohner sollen auch profitieren. „Die neuen Gebäude haben eine abschirmende Wirkung auf die Gebäude dahinter.“ Einige Anwohner sorgen sich um den Trubel während der Bauphase. Hier gibt der anwesende Vertreter der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover Entwarnung: „Wir sind direkt an der Karl-Wiechert-Allee. Da wäre ich doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn ich die Baufahrzeuge durch den Wolfsburger Damm schicken würde.“ Bis es soweit ist, dauert es aber noch eine Weile. Der Spatenstich wird voraussichtlich erst in etwa zwei Jahren erfolgen.

Am vergangenen Donnerstag stimmte der Bezirksrat den Plänen mit 13 von 15 Stimmen zu. Das Ergebnis gibt grünes Licht für die Ausarbeitung des Bebauungsplans.

 

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