Kirchturm-Hahn ist zurück
Mit Himmelsgruß: Pastor Harms segnet den neuen Wetterhahn auf der Johannes-der-Täufer-Kirche. Foto: Triller

Kirchturm-Hahn ist zurück

Von der Wettberger Kirche grüßt ein 60 Zentimeter großer vergoldeter Wetterhahn

Rund ein Jahr mussten die Wettberger ohne ihn auskommen. Nun ist der Hahn auf den Turm der Johannes-der-Täufer-Kirche in Wettbergen zurückgekehrt.
Pastor Friedhelm Harms strahlte vor Freude als die Mitarbeiter der Metallwerkstatt Siebert aus Pattensen  den schmucken, etwa 60 Zentimeter hohen Hahn auf dem Kirchturm montieren. Der alte Hahn von 1976 sei durch den Sturm „Niklas“, der Ende März 2015 über Hannover brauste, schwer beschädigt worden, berichtete Pastor Harms. „Der alte Hahn bestand aus Kupfer und Eisen, das schon rostete“, sagte Harms. Deshalb habe man sich bei dem neuen Hahn für ein witterungsbeständiges Material entschieden. Die Außenhaut des Hahns ist mit einer dünnen Schicht aus Goldplättchen überzogen. Rund drei Wochen hat die Werkstatt Siebert gebraucht, um den neuen Hahn fertigzustellen.
Aber nicht nur der Hahn wurde am vergangenen Donnerstag neu gesetzt, an der Wettberger Kirche wurden auch kleinere Sanierungen durchgeführt. Im Zuge der Renovierungsarbeiten wurde eine Schatulle auf der Kirchturmspitze deponiert. Sie enthält unter anderem eine Dokumentation der Kirche und eine Tageszeitung. Dinge eben, die für die Ewigkeit gedacht sind. Nach Abschluss der Arbeiten ließ es sich Pastor Harms nicht nehmen mit der Hubarbeitsbühne hoch auf Kirchturmspitze zu fahren, um in 21 Meter Höhe den vergoldeten Hahn zu segnen.
Ein Hahn ziert überwiegend die Kirchtürme von evangelischen Kirchen, auf den katholischen steht oft ein Kreuz. Es gibt verschiedenen Deutungen, warum sich in luftiger Höhe ein Hahn nach dem Wind dreht. Eine Erklärung liefert die Bibel. So soll Petrus dreimal verleugnet haben, dass er ein Jünger Jesus sei. Jesus habe diese Reaktion vorausgesehen und zu Petrus gesagt: „Du wirst mich verleugnen, dreimal, bevor der Hahn kräht.“

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