Leistungshandball ohne Druck
Wieder packende Zweikämpfe am Kreis verspricht das 44. Handball-Turnier der TuS Bothfeld am 27. und 28. Juni.

Leistungshandball ohne Druck

Beim TuS Bothfeld freuen sich alle auf das große Turnier am 27. und 28. Juni / Abteilung ist gut aufgestellt

Von Dieter Kösel
Bothfeld. „… on fire“ – so werben die Handballer des TuS Bothfeld 04 für sich und ihre Spiele. Frei übersetzen könnte man dies wohl am besten mit, die Flamme der Leidenschaft brennt hoch. Davon können sich die Handball-Freunde am Sonnabend und Sonntag, 27. und 28. Juni, beim 44. Handball-Turnier des TuS auf der Anlage an der Carl-Loges-Straße 12 überzeugen. Es ist eine der größten Veranstaltungen in Norddeutschland.
Bei dem Turnier treten über 1.000 Sportlerinnen und Sportler aller Altersklassen in 150 Mannschaften auf bis zu 16 Spielfeldern an. Am Sonnabend spielen ab 13.30 Uhr die Damen, Herren, Alten Herren und A-Junioren. Am Sonntag ab 9.30 Uhr treten die weiblichen und männlichen Jugendteams (B, C, D, E) sowie die Minis an. Den familiären Charakter unterstreicht, dass viele auf der Anlage zelten und am ersten Turnierabend an der Party teilnehmen.
Die Zahlen vermitteln eine Ahnung, wie viel Arbeit die Organisation erfordert. Bereits im Januar findet das erste Vorbereitungstreffen statt und bei der Veranstaltung selbst ist jede helfende Hand willkommen. Ob die Spielfelder herrichten, Getränke- und Speisenverkauf oder Organisation des Turnierverlaufs – es funktioniert nur, weil sich die Handballer des TuS als Gemeinschaft sehen und zur Verfügung stellen. „Ich bedanke mich bei jedem, der hilft und besonders bei den Hauptorganisatoren Holger Kaschlun und Bernd Herzig“, sagt Daniel Seidler, Abteilungsleiter Handball.
Seit Februar dieses Jahres ist der 30-Jährige im Amte. Er kann auf lange Jahre als Torwart bei den Bothfeldern zurückblicken. 1997 streifte er sich zum ersten Mal das Trikot über und ist dem Verein bis auf eine Unterbrechungszeit treu geblieben. „Ich wurde gebeten, dieses Amt mit Markus Apel als Stellvertreter zu übernehmen“, erklärt Seidler. Apel ist zudem Jugendleiter. Mit ein wenig Wehmut schaut der Abteilungsleiter auf die kommenden Wochen. Zwei Spiele wird er noch in der I. Herren bestreiten und dann seine Spielerkarriere beenden. „Das ist neben meinem Beruf und sportlichen Amte zu zeitaufwändig“, bedauert er.
Genug zu tun gibt es, denn die Handball-Abteilung umfasst 440 Mitglieder, fast ein Fünftel aller Mitglieder des TuS. Er ist der größte Handballverein Hannovers. Und um den Nachwuchs braucht man sich keine Sorgen zu bereiten. Neben den sieben Seniorenmannschaften gibt es 20 Jugendteams.
„Wir begegnen jedem Kind mit Wertschätzung“, erklärt Seidler, „damit es die schönen Seiten des Handballs kennen lernen kann.“ Das funktioniert, weil gut ausgebildete Trainer zur Verfügung stehen. Die Erfolge bleiben nicht aus, so spielt die männliche C-Jugend um den Aufstieg in die Oberliga, die höchste mögliche Spielklasse. Kein Wunder, dass die meisten Spielerinnen und Spieler in den Seniorenmannschaften dem eigenen Nachwuchs entstammen.
„Wir sind ein Breitensportverein, aber wir wollen Leistungshandball zeigen“, betont Seidler, jedoch ohne Druck. Gerade erst sind die Damen in die Landesliga aufgestiegen. Angesichts der Fülle an Aufgaben sind Sponsoren und Unterstützer stets willkommen, Alkoholwerbung ist allerdings tabu. Eines ist jedoch klar, Geld wird niemand mit seinem Sport beim TuS verdienen können. Das verbietet schon die Satzung. Umso besser, dass die Handballerinnen und Handballer auch so „on fire“ sind.
❱❱ Infos: www.tus-bothfeld.de
Infos zum Turnier:
❱❱ www.handballturnier.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.