Linden: Deutschkurse für Flüchtlinge
Deutsch lernen für die Zukunft: Der Internationale Kulturverein IIK unterstützt Flüchtlinge. Foto: Triller

Linden: Deutschkurse für Flüchtlinge

Faustgelände: Internationaler Kulturverein IIK weitet sein Sprachlernangebot aus

Linden (bt). Die Übung hört sich einfach an: Hallo, wie heißt Du? Hassan. Und wie heißt Du? Einigen der jungen Männer fällt es leicht, die Worte zu formulieren, für andere ist die Aussprache schwieriger. Das stört aber nicht. Die Stimmung ist gut, es wird viel gelacht. 18 Flüchtlinge aus dem Iran, Kurdistan, Afghanistan und Syrien beginnen Deutsch zu lernen für eine Zukunft in einem fremden Land. Das Sprachangebot hat Mahjabin Lipi Ahmed vom Internationalen Kulturverein IIK mit Sitz auf dem Faust-Gelände organisiert. „Wir unterrichten nicht nur Deutsch, sondern begleiten die Flüchtlinge auch bei Behördengängen, zeigen ihnen die Stadt und kochen gemeinsam“, sagt Ahmed. Mittlerweile unterstützt der IIK Flüchtlinge in fünf Gruppen beim Zurechtfinden in Deutschland.
Praktisch unterstützt wird die IIK-Mitarbeiterin von sechs Frauen aus Linden, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren wollen. „Ich habe gerade Zeit und wollte etwas machen“, sagt Elise, die Deutsch studiert hat.
Die Männer, die gerade mit dem Unterricht beginnen, sind seit etwa vier Wochen in Deutschland und wohnen in der städtischen Notunterkunft an der Lüerstraße im Zooviertel. Den Weg von dort zum Unterrichtsort in Linden finden einige etwas weit, aber man sei dankbar für jedes Wort, dass sie auf Deutsch lernen können, sagt ein Mann aus der Flüchtlingsgruppe. Übersetzungshilfe leistet Thangazar Khadasho. Der Sozialarbeiter leitet das DRK-Team, das die Unterkunft Lüerstraße betreut. Die Verständigung funktioniert gut. Khadasho spricht an diesem Morgen Arabisch, Persisch und zwei kurdische Dialekte. Einige der Flüchtlinge sprechen auch etwas Englisch.
Die Unterrichtsmaterialien wie Hefte und Stifte stellt der Kulturverein IIK zur Verfügung. „Wir brauchen dringend finanzielle Unterstützung“, sagt IIK-Mitarbeiterin Ahmed. Auch unterrichtserfahrene Freiwillige, die Deutsch für Flüchtlinge anbieten möchten, sind gern gesehen. „Wenn noch mehr Flüchtlinge zu den Deutschkursen kommen, benötigen wir für den Unterricht größere Räume“, sagt Ahmed. Das Vereinsbüro sei dafür zu klein. Wer IIK unterstützen möchte, wendet sich an Mahjabin Lipi Ahmed, Telefon (0511) 44 04 84.www.iik-hannover.de

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