Lister Straßen werden saniert
Volles Haus am Montagabend: Großer Andrang bei der Sitzung des Bezirksrates Vahrenwald/List im Großen Saal des Vahrenwalder Freizeitheims. Stadtbaurat Uwe Bodemann und Tiefbauamtsleiter Andreas Bode stellen sich den Fragen von Bürgern und Kommunalpolitikern.Foto: Oberdorfer

Lister Straßen werden saniert

Gleich zwölf Straßen (siehe Liste oben) in den Stadtbezirken Vahrenwald und List werden in das städtische Straßensanierungsprogramm für 2015 aufgenommen. Am Montagabend stimmte die rot-grüne Mehrheit im Bezirksrat einem entsprechenden Antrag der Stadtverwaltung zu. Die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke müssen sich mit bis zu 75 Prozent an den Kosten der Baumaßnahmen beteiligen. Der Großteil der Arbeiten werden voraussichtlich im kommenden Jahr durchgeführt.
Dass die geplanten Straßensanierungen bei den Grundstückseigentümern äußerst unbeliebt sind, zeigte sich in der Sitzung schnell: „Die Gabelsberger Straße ist in Ordnung. Streichen Sie die Straße aus dem Programm“, forderte ein Anwohner die Politiker erfolglos auf. Er sprach im Namen von 48 Grundstückseigentümern aus der Straße. Aus Verwaltungssicht stimmt das so nicht: „Wir brauchen eine tiefgreifende Sanierung, wenn nur geflickt wird, dann sind die Schäden gleich wieder da“, erklärt Stadtbaurat Uwe Bodemann zum Zustand der Gabelsberger Straße. Gemeinsam mit Tiefbauamtsleiter Andreas Bode stellte er sich den Fragen von Bürgern und Kommunalpolitikern.
Die beiden Verwaltungsspitzen bekamen dann nicht nur den Frust von Anwohnern zu hören. CDU Fraktionschef Lars Pohl schimpfte in Richtung Oberbürgermeister Stefan Schostok: „Der Oberbürgermeister ist im Wahlkampf durch Hannover gezogen, hat Straßensanierungen versprochen, ohne den Bürgern zu sagen, dass sie einen Großteil der Kosten tragen müssen.“
Zumindest auf einen kleinen Nachlass bei der Berechnung des Straßenausbaubeitrages dürfen die Anwohner eines Eckgrundstückes an der Gabelsberger-/Harnisch-/Schlicherstraße hoffen. Der Bezirksrat verabschiedete mit den Stimmen von SPD und Grünen einen Antrag, die Beteiligung auf Zweidrittel des eigentlich fälligen Beitrages je Grundstück zu begrenzen. Nach der derzeit gültigen Beitragssatzung müssten sich die Anwohner an der Sanierung jeder angrenzenden Straße in voller Höhe beteiligen. Der fällige Beitrag wird nach der Größe des Grundstücks berechnet. Die Entscheidung liegt nun beim Stadtrat. Die CDU stimmte im Bezirksrat gegen diesen Antrag, da sie grundsätzlich ablehnt, die Anwohner für die Straßensanierungen zur Kasse zu bitten.

 

Diese Straßen
werden saniert
Constantinstraße (Staatswiesenstraße bis Am Listholze),
Eulerstraße (Troschkestraße bis Hirtenweg)
Gabelsbergerstraße (gesamte Länge)
Glashüttenstraße (Auf dem Dorn bis Halkettstraße)
Guts-Muths-Straße (Melanchthonstraße bis Auf dem Dorn)
Harnischstraße (Gabelsberger Straße bis Bonifatiusplatz)
Pettenkoferstraße (gesamte Länge)
Stromeyerstraße (Ferdinand-Wallbrecht-Straße bis Gabelsberger Straße)
Troschkestraße (Linsing- bis Eulerstraße)
Vahrenwalder Straße Parallelfahrbahn (Mediamarkt bis Hausnummer 193)
Vahrenwalder Straße, Stichstraße 193 bis 195 (gesamte Länge)
Vahrenwalder Straße, östliche Fahrbahn stadtauswärts (Großer Kolonnenweg bis Mittellandkanal)tob

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