Neue Mensa für vier Schulen
So möchten die Architekten die neue Mensa bauen. Diese Visualisierung wurde in der Sitzung des Bezirksrates gezeigt.

Neue Mensa für vier Schulen

Von Thomas Oberdorfer
Das Schulzentrum Misburg soll eine neue Mensa erhalten. Das Besondere: Die Schüler aller vier im Misburger Schulzentrum beheimateten Bildungseinrichtungen könnten in dem Neubau versorgt werden. So der am Mittwoch im Bezirksrat Misburg/Anderten vorgestellte Plan der Verwaltung. Für den Neubau sind 5,7 Millionen Euro veranschlagt. Grünes Licht wollten die Kommunalpolitiker in der Sitzung dann aber doch noch nicht geben. Sie sehen weiteren Beratungsbedarf.
Derzeit werden in den vier Schulen (Kurt-Schwitters Gym­nasium, den Grundschulen Kardinbal-Galen und Pestalozzi und der Realschule Misburg)rund 1600 Kinder unterrichtet. In der geplanten Mensa sollen täglich bis zu 900 Essen ausgegeben werden. Um dies realisieren zu können, wollen die Mensaplaner die Kinder jeden Mittag in drei Schichten mit jeweils 300 Essen versorgen.

Außerdem ist eine weitere Nutzung für die neue Mensa geplant: Das Gebäude könnte sowohl von den Schulen wie auch – außerhalb der Unterrichtszeiten – von Vereinen oder Verbänden für Veranstaltungen genutzt werden. So sind beispielsweise Theateraufführungen für bis zu 450 Zuschauer möglich.

Derzeit prüft Bezirksbürgermeister Klaus Dickneite, ob es möglich ist, noch vor den Ferien den Bezirksrat zu einer Sondersitzung einzuberufen. Hintergrund: Die Zeit drängt, soll die Mensa wie geplant mit Beginn des Schuljahres 2016/2017 in Betrieb gehen. Zwei Punkte liegen den Kommunalpolitikern besonders am Herzen. Zum einen möchten sie verhindern, dass sich LKWs bei der Anlieferung und Kinder während der Schulzeit ins Gehege kommen. Zum anderen wünschen sie sich einen größeren Bühnenbereich, um die Mensa auch als Ersatz für den großen Veranstaltungsraum im Bürgerhaus Misburg nutzen zu können.

 

Besonders bei dem letzten Punkt sehen die Bezirksratspolitiker die Verwaltung in der Pflicht, die Planungen nachzubessern. Mit dem bisherigen Vorschlag sind sie nicht zufrieden. „Das ist keine Bühne, das ist bestenfalls ein Podest“, schimpft CDU-Fraktionsvorsitzende Kerstin Seitz über den Vorschlag der Planer. Diese wollen einen 55 Quadratmeter großen, um 40 Zentimeter erhöhten Bereich an der nordwestlichen Seite des Gebäudes bauen. Während der Essenszeiten können dort Schüler sitzen, bei Veranstaltungen kann der Bereich als Bühne genutzt werden. Mit beweglichen Elementen – so der Vorschlag der Verwaltung – könnte die Bühne im Bedarfsfall vergrößert werden.
Alle Wünsche unter einen Hut zu bekommen ist nicht so einfach. Das Problem: Bei dem geplanten Neubau reizen die Archtikten die maximal mögliche Baugröße aus. Soll größer gebaut werden, müsste der Bebauungsplan geändert werden. Und solch „ein Verfahren kann sich über mehrere Jahre hinziehen“, erläutert Stefan Bär, Bereichsleiter im städtischen Gebäudemanagement.

Bildquelle

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