Polizei will erhöhte Präsenz zeigen
Die Polizei will in der Silvesternacht erhöhte Präsenz zeigen. Foto: Pixabay

Polizei will erhöhte Präsenz zeigen

In der Silvesternacht sollen mehr Beamte im Einsatz sein als in den vergangenen Jahren

Von Franka Haak und Clemens Niehaus

Hannover. In der Silvesternacht werden in Hannover mehr Polizisten im Einsatz sein als in den vergangenen Jahren. Hintergrund sind laut Polizei die Ereignisse am Kölner Hauptbahnhof im vergangenen Jahr und der Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember.
Anzeichen auf eine konkrete Gefährdungslage gebe es in Hannover aber nicht. „So etwas wie in Köln haben wir hier nicht gehabt und wir haben auch keine Hinweise auf eine vergleichbare Situation oder eine andere konkrete Gefährdung“, betont Polizeisprecher Thorsten Schiewe.
Er macht keine Angaben dazu, wie viele Polizisten genau im Einsatz sein werden, betont aber, dass einige Punkte in der City die ganze Nacht besetzt sein sollen. Vor allem in der Innenstadt würden Beamte demnach Präsenz zeigen und reflektierende Westen tragen, um schnell erkennbar zu sein. „Wer etwas Verdächtiges beobachtet, sollte sie ansprechen oder den Notruf 110 wählen“, so Schiewe. Außer an diesen Stationen würden Beamte, zum Teil ausgestattet mit Maschinenpistolen, in der gesamten Stadt und auch im Umland unterwegs sein. „Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass alle den Jahreswechsel in einer friedlichen und fröhlichen Stimmung miteinander verbringen können“, sagt Polizeirat Tobias Giesbert, der Leiter des Sondereinsatzes.
Die Zahl der Einsätze in der Silvesternacht sei in den vergangenen drei Jahren nahezu identisch geblieben. Bei letzten Jahreswechsel hatte es zwischen 22 und 7 Uhr im Bereich der Polizeidirektion Hannover 541 Einsätze gegeben. Am häufigsten werde die Polizei wegen Gruppenstreitigkeiten, Schlägereien und Körperverletzungen gerufen, erklärt Schiewe.
Auch für die Feuerwehr bedeutet der Jahreswechsel in der Regel erhöhte  Alarmbereitschaft. „Feuerwehr und Rettungsdienst sind auf das erhöhte Einsatzaufkommen gut vorbereitet“, verspricht Mirko Weber, Pressesprecher der Feuerwehr Hannover. Für die Silvesternacht werden in Hannover rund 250 Feuerwehrkräfte im Einsatz sein. Darüber hinaus ist es der Feuerwehr Hannover jederzeit möglich, kurzfristig weitere hauptberufliche und ehrenamtliche Einsatzkräfte zu alarmieren und einzusetzen. Damit liegt die Zahl der Diensthabenden im Bereich der Vorjahre. Der Anschlag in Berlin habe dabei keine Auswirkungen auf die Anzahl der Einsatzkräfte, so Weber.
Am häufigsten musste die Feuerwehr in den vergangenen Jahren wegen kleinerer Brände ausrücken. Durch Feuerwerkskörper gerieten beispielsweise Container, Mülltonnen, Papierkörbe, Hecken und Büsche in Brand.
Im Rettungsdienst hingegen waren Alkoholvergiftungen, Verletzungen nach Stürzen oder Schlägereien sowie Verbrennungen und Verletzungen durch Feuerwerkskörper, insbesondere an den Händen, in den vergangenen Jahren die häufigsten Einsatzgründe.
Das bestätigt auch Stefan Zorn, Pressesprecher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). „Die klassischen Fälle an Silvester sind Verletzungen an Hand, Auge, Verbrennungen und Hörschäden“, sagt Zorn. Dazu kämen noch Patienten mit Übelkeit, Herz- und Kreislaufbeschwerden. „Es trinken mehr Leute mehr Alkohol“, bilanziert der MHH-Sprecher. Personell rüste die MHH in der Notaufnahme aber nicht auf. „Die Dienste überlappen sich an Silvester nur etwas stärker“, erklärt Zorn. Aber: „Speziell im Bereich der Handchirurgie sind etwas mehr Ärzte in Bereitschaft“.

 

Tipps für den Umgang mit Feuerwerkskörpern

– Die Fenster schließen

– Keine selbst gebastelten Feuerwerkskörper verwenden
– Vorsicht vor Produkten, auf denen keine BAM-Nummer oder ein CE-Kennzeichen aufgedruckt sind
– Nur so viele Gegenstände aus der Verpackung nehmen, wie benötigt werden und den Vorrat an einer sicheren Stelle deponieren.
– Schutzkappen von Zündern erst unmittelbar vor dem Zünden entfernen.
– Feuerwerkskörper nur im Freien zünden
– Nach dem Zünden von Feuerwerkskörpern unbedingt ausreichenden Sicherheitsabstand einhalten.
– Auf keinen Fall gezündete Feuerwerkskörper festhalten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.