Speisung der 2100. Die Zahl der Kunden der Laatzener Tafel wächst Jahr für Jahr / Vorstand beinahe unverändert
Dank an alle, die unsere Arbeit wertschätzen: Der Vorstand der Laatzener Tafel für Hemmingen, Laatzen und Pattensen mit (von links) Gisela Schwake, Gerold Brockmann, Dietlind Osterkamp, Michaela Jungermann, Hans-Georg Frühwirt und Erhard Mielke. Foto: privat

Speisung der 2100. Die Zahl der Kunden der Laatzener Tafel wächst Jahr für Jahr / Vorstand beinahe unverändert

Leinetal (rks). Wichtig war ihr, den unermüdlichen Einsatz der überwiegend ehrenamtlichen Helfer hervorzuheben. Ohne sie, betonte Dietlind Osterkamp in ihrem Bericht auf der diesjährigen Mitgliederversammlung, könne ein Verein wie die Laatzener Tafel für Hemmingen, Laatzen und Pattensen nicht existieren. Zugleich bedankte sich die 1. Vorsitzende bei allen denjenigen, die mit ihren Zeit-, Geld- und Lebensmittelspenden dazu beitrügen, dass die im September 2007 gegründete Tafel ihrem selbstgestellten Auftrag nachkommen könne: gespendete Lebensmittel an bedürftige Menschen weiterzugeben.

Erfüllt wird dieser auf dem Grundgedanken Lebensmittel verteilen, statt vernichten basierende Auftrag von der Laatzener Tafel an fünf Tagen in der Woche – montags, dienstags und freitags in der Karlsruher Straße 14 in Laatzen, mittwochs bei der Friedenskirchengemeinde in Arnum und donnerstags in den Räumen der St.-Lucas-Kirche in Pattensen. Dabei ist der sich zwischen 2 und maximal 4,50 Euro bewegende und somit eher als symbolisch einzustufende Kostenbeitrag, den die Tafel pro Lebensmittelausgabe von ihren Kunden erhebt, seit Jahren unverändert geblieben. Gemeinsam mit den Einnahmen aus dem Sponsoring und den Spenden tragen jedoch auch diese Einnahmen dazu bei, das gut geölte Räderwerk der Tafel mit ihrem elfköpfigen Mitarbeiterstamm und den aktuell etwa 100 ehrenamtlichen Unterstützern am Laufen zu halten. Und damit, wie es Osterkamp formuliert, „einen nicht hoch genug einzuschätzenden Beitrag zur Aufrechterhaltung des sozialen Friedens“ zu leisten.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, was Osterkamp meint: die Zahl der hilfsbedürftigen Menschen, die die Tafel seit ihrer Gründung versorgt, ist Jahr für Jahr gestiegen – allein zwischen 2015 und 2016 von rund 1900 auf über 2100 Personen in rund 1050 Haushalten (2015: rund 900 Haushalte), darunter gut ein Drittel Kinder. Zahlen, die die Tafel an ihre Leisungsgrenze geführt haben. Man habe, so Osterkamp, im vergangenen Jahr erneut einen Aufnahmestopp aussprechen müssen.

Positiv zu vermerken bleibe, dass es der Tafel durch die Beteiligung am Bundesprogramm Soziale Teilhabe möglich gewesen sei, sechs Mitarbeiter einzustellen. Auch habe ein neues Kühlfahrzeug angeschafft und mit Marcus Unger ein neuer Betriebsleiter eingestellt werden können. Besonders gefreut hat sich die 1. Vorsitzende über die besondere Anerkennung, die den Helfern in der Ausgabestelle in Pattensen beim Neujahrempfang der Stadt zuteil wurde. „Wir freuen uns über jedes neu hinzugewonnene Mitglied, genauso wie über die Dauerspender und auch über diejenigen, die sporadisch an uns denken, und mit dieser Geste zeigen, dass sie unsere Arbeit wertschätzen“, so Osterkamp. Vor allem aber seien auch immer wieder Menschen gern gesehen, die der Laatzener Tafel einen Teil ihrer Zeit zur Verfügung stellten – sei es als Fahrer oder als Helfer in einer der Ausgabestellen.

Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurden sowohl Dietlind Osterkamp als auch der 2. Vorsitzende Gerold Brockmann, der stellvertretende Kassenwart Hans-Georg Frühwirt und Beisitzerin Gisela Schwake wiedergewählt. Die bisherige Beisitzerin Michaela Jungermann übernahm das Amt der Kassenwartin, für sie rückte Erhard Mielke als Beisitzer in den Vorstand nach.

 

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