Sprösslinge zerstören 150 Jahre alte Mauer
Foto: Oberdorfer

Sprösslinge zerstören 150 Jahre alte Mauer

Diese Mauer steht seit rund 150 Jahren in Groß-Buchholz. Sie ist schon seit langem als ein Baudenkmal eingestuft. Doch mittlerweile bröckeln Teile der historischen Bruchsteinbauwerks vor den Grundstücken Groß-Buchholzer Kirchweg 70 und 72 ab. Baumsprösslinge und kleine Sträucher sprießen auf der Mauerkrone und deren Wurzeln dringen immer tiefer in das Mauerwerk ein, lassen einzelne Steine her­ausbrechen. Wird dieser Prozess nicht gestoppt, dann wird eines Tages die Mauer einstürzen, fürchtet Friedrich-Wilhelm Busse, Bezirksratsherr und Vorsitzender des Pinkenburger Kreises.

Ein Stück Groß-Buchholzer
Geschichte: Die 150 Jahre alte Bruchsteinmauer vor den Grundstücken Groß-Buchholzer Straße 70 und 72.

Diesen Verfall will der engagierte Groß-Buchholzer nun stoppen. Im der vergangenen Sitzung des Stadtteilparlaments brachte er einen entsprechenden Antrag ein. Einstimmig forderte der Bezirksrat die Stadtverwaltung auf, die Mauer „dauerhaft von Bewuchs vor allem auf deren Mauerkrone zu befreien.“ In der Vergangenheit hatte Busse des Öfteren selbst Hand angelegt, und Pflanzen herausgezupft, die sich in den Fugen der Mauer breit machten. Eine dauerhafte Lösung ist das aber sicher nicht, die soll nun gefunden werden. Die Mauer selber gehört seit Jahrzehnten der Stadt.

„Früher bildete sie die Grenze zum alten Tegtmeyer/Steinhof-Grundstück, einem der ältesten Höfe in Groß Buchholz“, sagt Busse. Doch seit den 60er-Jahren ist die Stadt Eigentümerin des Bauwerks. Beim Umbau des Groß-Buchhölzer Kirchweges kam es zum Besitzerwechsel. Damals wurden Fuß- und Radweg über das Grundstück geführt und eine neu gebaute Mauer bildet seitdem die neue Grundstückgrenze.

Von Thomas Oberdorfer

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