Tempo 30 – durchgehend. Überraschender Vorschlag des Seniorenbeirates für die Hildesheimer Straße
Tempo 30 auf der Hildesheimer Straße könnte aus Sicht des Seniorenbeirates dazu beitragen, kritische Bereiche zu entschärfen.

Tempo 30 – durchgehend. Überraschender Vorschlag des Seniorenbeirates für die Hildesheimer Straße

Laatzen. Ganz neu ist der vom Seniorenbeirat der Stadt unterbreitete Vorschlag nicht, überraschend kommt er zum jetzigen Zeitpunkt schon: Das Gremium spricht sich in einer in dieser Woche veröffentlichten Presseerklärung dafür aus, die Hildesheimer Straße im gesamten Verlauf zwischen der Kreuzung mit der Erich-Panitz-Straße und der südlichen Stadtgrenze Laatzens zur Tempo-30-Zone zu erklären.

Mit dieser Forderung verbunden ist die Vorstellung, den überörtlichen Verkehr künftig auf der Erich-Panitz-Straße, der B443 und der B6 zu konzentrieren. Die Hildesheimer Straße, so der Gedanke des Seniorenbeirates, solle in Zukunft vorwiegend dem innerörtlichen Verkehr vorbehalten sein.

Aus der Sicht Wilfried Kahles ließen sich die meisten der aus den punktuell beengten Verhältnissen auf der Hildesheimer Straße resultierenden Probleme zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern durch die Einführung von Tempo 30 entschärfen. Insofern, so der Vorsitzende des Seniorenbeirates, stelle Tempo 30 in puncto Verkehrssicherheit einen Gewinn für alle da; bauliche Maßnahmen, wie sie der aktuell diskutierte Verkehrsentwicklungsplan der Stadt vorsehe, seien nur noch in wenigen Bereichen erforderlich.

Verzichtet werden könne bei der Einführung von Tempo nach Meinung Kahles unter anderem auf die Schutzstreifen für Radfahrer, wie sie der Verkehrsentwicklungsplan für einige Teilbereiche der Hildesheimer Straße vorsieht. Gegen diese Schutzstreifen sprechen sich – anders als SPD, Grüne und Linke – in einem Änderungsantrag zum Verkehrsentwicklungsplan auch CDU und FDP aus. Die Schutzstreifen, heißt es darin, würden nicht benötigt, da die bestehenden Radwege ausreichend seien. Ihre Anlage würde zu einer „unzumutbaren Benachteiligung der Autofahrer“ führen.

Und Tempo 30? Kahle hat ermittelt, dass der Zeitverlust bei Tempo 30 auf dem gesamten Streckenabschnitt der Hildesheimer Straße für Kraftfahrer gerade einmal ein bis zwei Minuten beträgt. Eine „unzumutbare Benachteiligung der Autofahrer“ kann der Vorsitzende des Seniorenbeirates darin nicht sehen. rks

 

Bildquelle

  • : Dorndorf

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