Untrennbar verbunden. Salomon Finkelstein und Henry Korman tragen sich in das Goldene Buch der Stadt Laatzen ein
Salomon Finkelstein und Henry Korman tragen sich in das Goldene Buch der Stadt Laatzen ein. Foto: Stadt Laatzen

Untrennbar verbunden. Salomon Finkelstein und Henry Korman tragen sich in das Goldene Buch der Stadt Laatzen ein

Laatzen (rks). Es war ein würdiger Rahmen, den die Stadt Laatzen ihren beiden Ehrenbügern bot. Salomon Finkelstein und Henry Korman haben sich in der vergangenen Woche in der Albert-Einstein-Schule (AES) im Beisein des Präsidenten des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen, Michael Fürst, und des stellvertretende Regionspräsidenten Michael Dette in das Goldene Buch der Stadt eingetragen. Anlass: die Eröffnung der Wanderausstellung Abgestempelt – Judenfeindliche Postkarten der Bundeszentrale für politische Bildung, die derzeit an der AES gezeigt wird.

Jürgen Köhne nutzte die Veranstaltung dazu, an die Aktivitäten zu erinnern, die die Stadt Laatzen seit 2008 entfaltet habe, um der schrecklichen Geschehnisse während der Zeit der NS-Diktatur zu gedenken. Der Bürgermeister zählte in diesem Zusammenhang unter anderem die Verlegung der Stolpersteine in Gleidingen, die Reihe 70, die Gedenkveranstaltungen anlässlich der Reichspogromnacht sowie das von Corinna Luedtke an der AES angebotenen Projekt Schreiben gegen das Vergessen auf. Eine Reihe, die, so Köhne, mit dem von AES-Lehrer Wilhelm Paetzmann geleiteten Seminarfach Erinnern statt Vergessen ihr Fortsetzung finde. Salomon Finkelstein und Henry Korman, denen im Mai 2013 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Laatzen verliehen worden war, haben als Überlebende des Holocausts für die Erinnerungskultur in Laatzen und speziell an der AES insofern eine herausragende Bedeutung, als sie als Zeitzeugen Schülern die Gräuel der NS-Zeit unmittelbar vor Augen führen können. Dadurch, so Köhne weiter, werde ihr Wissen in die heutige Zeit übertragen. „Die Schüler sind nun ebenfalls in der Lage, dieses Wissen weiterzugeben“, sagte Köhne.

Salomon Finkelstein und Henry Korman seien über die Ehrenbürgerwürde bereits untrennbar mit der Stadt Laatzen verbunden. Heute, so Köhne weiter, wolle man den beiden Holocaust-Überlebenden noch einmal symbolisch danken. „Dafür, dass Sie uns die Ehre erweisen, sich hier in ,Ihrer Schule‘ im Goldenen Buch unserer Stadt zu verewigen.“

 

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