Veränderte Straßenführung. Region plant den Umbau der Kreuzung Erich-Panitz- / Hildesheimer Straße
Eine der zentralen Neuerungen ist der Wegfall des Freien Rechtsabbiegers in Richtung Grasdorf. Damit stünde in Fahrtrichtung Laatzen-Mitte künftig nur noch eine Fahrspur zur Verfügung. Foto: Schunk

Veränderte Straßenführung. Region plant den Umbau der Kreuzung Erich-Panitz- / Hildesheimer Straße

Laatzen (rks). Voraussichtlich im Sommer dieses Jahres müssen sich die Laatzener auf Verkehrsbehinderungen im Bereich Erich-Panitz-Straße / Hildesheimer Straße einstellen. Die Region beabsichtigt, den Kreuzungsbereich der beiden Verkehrsachsen an der Grenze zwischen Alt-Laatzen und Grasdorf neu zu gestalten. Als Grund werden unter anderem erhöhte Unfallzahlen angegeben.

Zu den weiteren von der Region ausgemachten Defiziten der Kreuzung zählen zu schmale Aufstellflächen für Fußgänger, eine umständliche Radwegeführung und die Tatsache, dass der Bereich nicht barrierefrei ausgebaut ist. Zwischen 2013 und 2015 ereigneten sich im Bereich der Kreuzung 24 Unfälle, bei denen elf Personen leicht verletzt wurden.

Kernstück des angestrebten Kreuzungsumbaus ist die Reduzierung der Fahrspuren. So soll etwa der Freie Rechtsabbieger von Hannover in Richtung Grasdorf zurück gebaut werden. Die Konsequenz: Dem Verkehr aus Hannover in Richtung Laatzen-Mitte stünde nur noch eine Fahrspur zu Verfügung; die heutige zweite Spur würde nach Grasdorf führen. In der Gegenrichtung – Grasdorf Richtung Hannover – soll die rechte Fahrspur zugunsten eines 1,75 Meter breiten Radweges aufgelöst werden, der dann über die Kreuzung hinweg direkt in Richtung Alt-Laatzen geführt würde.

Keine Veränderungen sind demgegenüber für die Fahrbahn von Laatzen-Mitte Richtung Hannover geplant. Hier werden weiterhin zwei Fahrspuren benötigt, um den Verkehr von täglich durchschnittlich rund 25 000 Fahrzeugen bewältigen zu können, heißt es seitens der Region. Eine Verengung der Fahrbahn in Richtung Grasdorf und Laatzen-Mitte stelle demgegenüber verkehrstechnisch kein Problem dar.

Während die Stadt Laatzen die Planungen der Region unterstützt, wurde im Stadtentwicklungsausschuss bereits erste Kritik von Seiten der SPD und der CDU laut. Beide Parteien sprachen sich dafür aus, Autofahrern künftig das Abbiegen von der Erich-Panitz-Straße in Richtung Grasdorf zu ermöglichen. Damit wären aus dieser Richtung nicht nur das Klinikum Agnes Karll und das aquaLaatzium bequemer und schneller zu erreichen, auch eine der Hauptursachen für das erhöhte Unfallaufkommen wäre aus der Welt geschafft: das illegale Abbiegen in Richtung Süden. Nicht zuletzt, darauf wies Ernesto Nebot Pomar (SPD) hin, sei es – Stichwort Siemens-Verwaltung – angebracht, die weitere Entwicklung etwa auf dem Laatzener Festplatz bei den Planungen zu berücksichtigen.

Das allerdings dürfte einen weitaus kostenintensiveren Umbau der heutigen Kreuzung erforderlich machen. Die jetzt vorgesehene Umgestaltung veranschlagt die Region mit rund 600 000 Euro. 70 000 Euro dieser Summe wären von der Stadt zu tragen.

 

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