„Wir wollen aufsteigen“

Tischtennis: Klare Ansage bei den Herren von Hannover 96

Training bei den Tischtennisspielern von Hannover 96: Es ist ein geradezu ohrenbetäubender Lärm in der Sporthalle der Grundschule Wasserkampstraße. An 15 Tischen werden an diesem Abend die Bälle über die Netze geschmettert. In der kommenden Spielzeit gehen 23 Teams mit 140 Aktiven für die „Roten“ auf Punktejagd.
„Wir sind an unserer Kapazitätsgrenze“, sagt Spartenleiter Hansi Teille, der sich auf den Bau des neuen Vereinssportzentrums freut: „Das hat einen Strauß von Vorteilen.“ Der Zeitplan würde sich entspannen und neben zusätzlichen Freizeitsportsangeboten wäre vor allem das Training flexibler zu gestalten. Unter einem Team von 10 Trainern wurde die Jugendarbeit in den vergangenen Jahren professionalisiert. Das trägt erste Früchte: Mit Dominik Jonack (16) und Mika Hartstang (15) haben zwei Talente den Sprung in die I. Herren geschafft. Das Oberligateam soll künftig noch mehr zum Aushängeschild für den Nachwuchs werden. Deshalb soll der Weg weiter nach oben gehen. „Wir wollen uns innerhalb von drei Jahren in der Regionalliga etablieren“, sagt Teille.
Der Sprung in die höchste norddeutsche Klasse soll in dieser Saison gelingen. „Wir wollen aufsteigen“, bekräftigt Kapitän Richard Hoffmann. Mit dem 9:1 bei Torpedo Göttingen gelang den 96er ein perfekter Start. Danach folgte ein 9:5-Sieg gegen TSV Algesdorf und eine Niederlage (4:9) bei SV Union Salzgitter. Neuzugang Sven Kath (von Hertha BSC Berlin, Oberliga Nord-Ost) ist ein wichtiges Puzzleteil im Konzept von Spartenleiter Hansi Teille um im erwarteten Zweikampf mit dem MTV Bledeln zu bestehen. Die Hildesheimer verstärkten sich an Position eins mit Yannic Dohrmann vom TuS Celle (3. Liga). „Wir mussten reagieren. Außerdem nimmt Sven Druck von unseren jungen Spielern“, betont Teille.“ Kath reist aus seinem Wohnort Berlin nur zu den Spielen an, „aber ich wollte unbedingt einen erfahrenen deutschen Spieler, der die Jungs führt“, betont Teille.
Die Spielklassenzugehörigkeit stand leider erst nach der Relegation Mitte Mai fest. Um die nächste Saison besser planen zu können, soll der Aufstieg diesmal möglichst frühzeitig eingetütet werden, damit die Bälle in der neuen Halle mit Beginn der Rückrunde 2018/19 dann in der Regionalliga fliegen. Und vor allem wäre es dann auch nicht mehr so laut. us

Spartenleiter Hansi Teille, Max Kulins, Richard Hoffmann, Zak Wilson, Dominik Jonack und Mika Hartstang. Foto: Serreck.

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