Ich habe einen Traum vom guten Zweck

Der begeisterte Radfahrer Wolfram Nolte ist gerne auch mal ein bisschen verrückt

Im Januar 2011: Es war Liebe auf den ersten Blick, könnte man sagen. Da stand es, ein schlichtes weißes Alu-Rennrad. Nach ein paar Besuchen in dem Fahrradgeschäft wurde man sich einig und ich war stolzer Besitzer meines ersten und bisher einzigen Rennrads.
Es dauerte nur wenige Wochen, da musste ich bereits einen krankheitsbedingt ausgefallenen Fahrer auf der Tour Transalp mit Ihren sieben Etappen, knapp 1000 Kilometern und fast 20?000 Höhenmetern ersetzen und es hat einen riesigen Spaß gemacht.
Es folgte das Jahr 2012, das 120. Jubiläumsjahr von Lutzmann & Kerger.
Plötzlich stand ein Kunde mit dem Radreise-Tagebuch des Urgründers Hermann Kerger vor mir, der damals mit dem Hochrad von Hannover nach Rom, Neapel und zurück gefahren ist – insgesamt so etwa 4000 Kilometer innerhalb von etwa drei Monaten. Ich war sofort infiziert von dem Gedanken, auch so etwas zu machen. Aber warum?
Zum 120. Jubiläum war es eine tolle Geschichte für die Firma Kerger, die neben Freunden auch die Kunden und Lieferanten begeisterte. Viele Menschen fieberten in den knapp sechs Tagen auf den über 1892 Kilometer nach Hannover mit und waren eine tolle Unterstützung für das Erreichen des Ziels. Das Besondere daran war, dass ich in historischer Kleidung auf einem historischen Hochrad am Freitag, den 13. in der Altstadt am Ladengeschäft ankam und mich fast 100 Freunde und Kunden in Empfang nahmen.
Typisch Kerger: immer ein bisschen verrückt.
Der Traum ist nun längst nicht zu Ende geträumt, denn mit der Zeit konnte ich meine Erlebnisse mit vielen Menschen teilen und Kinder, Jugendliche, alte Menschen und kranke Menschen und sogar Manager mit dieser etwas verrückten Idee immer wieder faszinieren und für ihre eigenen Ziele motivieren.

Mit jeder langen Radtour kommen neue Träume und Erlebnisse hinzu: 2013 war es der Radmarathon London-Edinburgh-London mit 1400 Kilometer und in diesem Jahr war es der Radmarathon Paris-Brest-Paris mit 1200 Kilometer, die beide ohne feste Pause zu absolvieren waren.
Irgendwann möchte ich mit einem Vierer-Team am härtesten Radrennen der Welt über 4850 Kilometer von der Westküste zur Ostküste der USA teilnehmen und für einen guten Zweck oder auch mehrere gute Zwecke in der Region Hannover fahren. Und das Besondere daran ist, dass alle Fahrer und fast alle Teammitglieder aus meinem Wohnort stammen und meinen Traum gern mitträumen.

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