Ich habe einen Traum von Buddhismus
Regelmäßige Vorträge von Mönchen ziehen viele Besucher ins Tibet-Zentrum. Foto: privat

Ich habe einen Traum von Buddhismus

Seit dem 16. Lebensjahr, dem Alter, in dem man der Kindheit entwächst und sich tiefere Fragen stellt, habe ich ein starkes Interesse am tibetischen Buddhismus. Die persönliche Begegnung mit großen Lehrern, darunter Geshe Pema Samten, dem Leiter des Tibetischen Zentrums in Hamburg, bewogen mich dazu, ihn 2006 nach Hannover einzuladen, damit auch andere Interessierte seine Vorträge hören können. Die Veranstaltungen waren gut besucht, so dass es auf der Hand lag, das Tibet-Zentrum zu gründen, und damit dauerhaft Menschen die Möglichkeit des Umgangs mit Buddhismus zu verschaffen.

Myriam Abdel-Rahman Sherif wünscht sich das Tibet-Zentrum als Ort der Kreativität, der Weisheit und der Harmonie.

Meine Haupt-Motivation dafür, von Anfang an: ich wünschte mir, den Menschen wirklich etwas wertvolles zu geben. Deshalb unterrichten an unserem Zentrum nur hervorragend ausgebildete, authentische Lehrer. Wer als Besucher hierher kommt, soll sich rundum wohl fühlen und hier eine angenehme, inspirierende Zeit verbringen. Aber auch die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer sollen sich und all ihre Fähigkeiten, die sie hier einbringen, wertgeschätzt fühlen.

Das Tibet-Zentrum soll ein Ort der Kreativität, der Weisheit und der Harmonie sein, das ist mein Traum. Wir haben klein angefangen, mit einem gemieteten Raum, dessen Verwandlung zu diesem Ziel jedes Mal einer Mammut-Aufgabe glich. Auf 180 Mitglieder angewachsen, richten wir seit 2008 in den Räumen in der Odeonstraße 2 pro Jahr 400 Veranstaltungen aus, die den Wünschen der Besucher entgegen kommen.

Ob Familien, Studierende und Schüler, Senioren und Kinder für alle Stadien des Lebens gibt es Angebote, um unterschiedlichsten Bedürfnissen im Sinne des Buddhismus zu entsprechen. Wir ermöglichen Studien, die denen der Mönche in den tibetischen Klöstern gleichen, und deren Inhalte dem Westen so gut wie unbekannt sind. Daneben zeigen wir tibetische Kunst bei den Kulturtagen, mit Sandmandalas und den Masken-Tänzen der Mönche, auch in diesem Jahr im September wieder. Achtsamkeit, Respekt und Warmherzigkeit für andere bilden die Basis bei der Erziehung der Kleinsten in der Lotos-Krippe des Zentrums, aber auch für das Engagement im Dialog der Religionen – ein Traum!


Mehr Träume von Menschen aus Hannover lesen Sie in unserer Serie „Ich habe einen Traum von…

 

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