Ich habe einen Traum von Japan
Das rote Torii gehört zu den drei berühmtesten Wahrzeichen Japans. Foto: Privat

Ich habe einen Traum von Japan

Es ist mein Sehnsuchtsland: Japan. Lange bevor ich das erste Mal in Japan war, träumte ich mich als Jugendliche dorthin. Die lange und reichhaltige Kunst und Kultur und die einzigartigen Landschaften faszinierten mich schon als 12-jährige.

Mit 19 Jahren trat ich endlich in Berührung mit meinem Traumland. Als ich mit meinem Studium begann, lernte ich zusätzlich am Japanischen Kulturinstitut Japanisch und traf Gleichgesinnte, die genauso japanverrückt waren wie ich.

Susanne Schieble träumte schon als 12-Jährige von einer Reise in ihr Sehnsuchtsland.

Meine erste Japanreise startete zwei Wochen nach dem 11. September. Ich war in Kanazawa, eine am japanischen Meer gelegene Stadt, die auch „Klein-Kyoto“ genannt wird und berühmt für seinen japanischen Garten ist. Durch die Anschläge hatten viele Schüler meiner Sprachschule abgesagt, so dass ich Einzelunterricht bekam. Meine Gasteltern haben sich viel mit mir angeschaut, wovon mir Kyoto sowie die Insel Miyajima mit ihrem schwebenden Schrein im Wasser besonders in Erinnerung geblieben sind. Apropos Erinnerung: Meine intensivste Erinnerung an Japan ist ein Open-Air-Konzert von rund 50 Taiko-Trommlern an der Burg in Kanazawa. Das rhythmische Wummern der Schläge ging mir durch und durch. Das war ein intensives Gefühl von Freiheit.

Besonders freut es mich, dass wir bei der nächsten Japanreise, die die DJG Hannover 2019 durchführen wird, wieder in Kanazawa sein werden. Wir veranstalten alle zwei Jahre eine Japanreise und bringen Menschen zusammen. Unsere Reiseteilnehmer sind von der Andersartigkeit und der Gastfreundschaft fasziniert. Der Weg führt uns auch nach Hiroshima, der Partnerstadt Hannovers, die uns eine historische Verpflichtung signalisiert. Es ist jedes Mal ergreifend, in Hiroshimas Friedenspark der Opfer des Atombombenabwurfs zu gedenken. Hiroshima ist aber auch deshalb faszinierend, weil es eine moderne Metropole ist.

In und um Hannover stellen wir durch die vielseitigsten Veranstaltungen die Kultur Japans vor. Wir verstehen uns als Brückenbauer zwischen Japan und Deutschland.

Die Psychoanalytikerin Julia Kristeva hat gesagt: Das Andere, das Fremde, ist das eigene Unbewusste. Das Fremde ist also in uns. Wenn man das akzeptiert, ist es schon nicht mehr so fremd – aber es bleibt faszinierend.

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