Ich habe einen Traum von Wahlen – und alle gehen hin

Ich habe einen Traum von Wahlen – und alle gehen hin

Ich habe den Traum, dass alle Menschen sich für das Leben in der Gesellschaft interessieren, dass sie mitdiskutieren und mit­entscheiden. Ich wünsche mir, dass sich dabei alle Bürger mehr für die Allgemeinheit einsetzen als für Einzelinteressen.

Ich wünsche mir, dass die Menschen in einem lebenswerten Stadtteil wohnen können. Das ist ein Stadtteil, in dem man gut und bezahlbar wohnen kann, in dem man fußläufig einkaufen geht, wo es viele kulturelle Angebote gibt, wo Grünflächen und Freiflächen und viele Kneipen, Restaurants und Cafés zum Erholen einladen, wo Kinder gefahrlos spielen und alte Menschen sicher die Straßenseiten wechseln können.

Jonny Peter, Jahrgang 1954, lebt seit dem Studium in Linden. Er engagierte sich von Anfang an in Bürgerinitiativen und Vereinen. Er war neun Jahre im Bezirksrat Linden-Limmer. Seit 2002 ist er mit seinem Verein Quartier im Küchengartenpavillon und organisiert das Scillablütenfest.

Dazu gehört auch, dass hier viele nette Menschen friedlich zusammen leben, egal wie alt oder welcher Herkunft, ob arm oder reich – und natürlich, dass der Freundeskreis in der Nähe wohnt. Dann kann jeder sich in seinem Stadtteil wohl fühlen und sich mit seinem Stadtteil identifizieren.

All dies kommt bekanntlich nicht von alleine. Daran muss man arbeiten. Gerade ein Stadtteil wie mein Linden braucht viel Engagement. Tatsächlich ist Linden ein lebendiger und größtenteils vorzeigbarer Stadtteil. Für uns Lindener ist es sogar schon jetzt der schönste Stadtteil der Welt. Aber zu verbessern gibt es hier noch vieles. Und das heißt: nicht nur feiern, sondern auch Mitarbeit in Initiativen, Projekten und Vereinen. Daran hapert es derzeit.

Die allgemeine Politikverdrossenheit steigt weiter. Um das Engagement im Stadtteil zu fördern, brauchen wir mehr Möglichkeiten der Mitgestaltung und der Bürgerbeteiligung. Durch lebhafte Diskussionen kommt es zu gründlich abgestimmten Entscheidungen, mit denen alle leben können. Dadurch kann das Interesse an der Politik gesteigert werden. Wichtig ist, dass die Bürger erkennen, dass sie etwas bewegen können. Das könnte alle Bürger motivieren, ihre Möglichkeiten zur Beteiligung zu nutzen und verstärkt an Wahlen teilzunehmen und sich in die Politik einzumischen. Je mehr Einmischung und Engagement, desto besser für die Gesellschaft. Wenn alle, die hier leben, mitmachten, kämen nicht nur bessere Entscheidungen zustande, sondern Mehrheiten wären auch tatsächlich Mehrheiten.


Mehr Träume aus Hannover lesen Sie auf unseren Themenseiten in der Serie „Ich habe einen Traum von…

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