Kaya Yanar: „Ohne Ohrenstöpsel geht nichts“
Weltenbummler Kaya Yanar.

Kaya Yanar: „Ohne Ohrenstöpsel geht nichts“

Weltenbummler Kaya Yanar ist mit seinem neuen Programm „Around the World“ heute in der Swiss Life Hall

Von Christian Kaufer
Hannover. Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzähle – das gilt auch für Kaya Yanar, der Weltenbummler unter den Comedians. „Around the World – Wenn Kaya eine Reise tut“ heißt sein neues Bühnenprogramm mit dem Kaya Yanar heute, 3. Oktober, ab 20 Uhr in der Swiss Life Hall auftritt und mit viel Humor und beeindruckender Sprachgeschwindigkeit von seinen zahlreichen Abenteuern seiner Reisen erzählt.

Kaya Yanar, sie sind ja viel unterwegs, wo waren Sie eigentlich zuletzt im Urlaub?
Kaya Yanar: So richtig im Urlaub war ich zuletzt in Vancouver.

Waren Sie beeindruckt von der Stadt und Kanada?
Von der Stadt und der Region Columbia auf jeden Fall. Kanada ist ja riesengroß. Aber in Vancouver das sind ja die Amerikaner in nett, wie ich immer sage: Unbewaffnet und freundlich, wahnsinnig lieb und offen, gastfreundlich und die Stadt ist sehr sauber. Ich hab das Gefühl Kanada ist die Schweiz Amerikas. Ich mag Vancouver sehr gern und hab mich da pudelwohl gefühlt.

Reisen Sie dann eher mit kleinem oder großem Gepäck?
Ich dachte immer mit großem Gepäck, bis meine Freundin mitgekommen ist, die dann das dreifache an Sachen dabei hatte. Sie hat den selben Koffer wie ich, allerdings ist der doppelt so schwer wie meiner. Wie sie das geschafft hat, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Und davon hat sie dann zwei Stück. Da merke ich, dass ich doch eher sehr leicht reise.

Was ist denn auf einer Reise bei Ihnen immer dabei und darf auf keinen Fall fehlen?
Ohrenstöpsel, definitiv Ohrenstöpsel.

Für die Nacht zum Schlafen?
Ja, aber auch teilweise im Flieger oder wenn ich im Zug unterwegs bin. Die habe ich immer griffbereit, also auch nicht im Koffer verstaut. Und wenn ich einfach für 20 Minuten mal ein Nickerchen machen will, dann brauche ich diese Ohrenstöpsel. Ohne kann ich nicht aus dem Haus.

An Ohrenstöpsel hätte ich jetzt überhaupt nicht gedacht.
Ich weiß, das sagen die Meisten.

Sind Sie schon mal durch einen dieser neuen Nacktscanner an einigen Flughäfen gegangen?
Nacktscanner noch nicht.  Also nackt war ich zum Glück für alle Beteiligten noch nicht zu sehen. Aber durch die normalen Scanner natürlich schon ganz oft.

Gibt es für Sie noch ein Projekt, was Sie gerne noch verwirklichen würden?
Das ist eine gute Frage, weil ich in den letzten 15 Jahren schon viel machen und viele meiner Ziele verwirklichen durfte. Aber vielleicht einen weiteren Kinofilm noch mal in Angriff nehmen, um in der Filmbranche noch mal eine Duftmarke zu setzen. Das hat mir beim ersten Mal sehr viel Spaß gemacht, so 30 bis 40 Tage mit einem Team zu drehn war schon sehr spaßig.

Es gab mittlerweile schon eine Menge Auszeichnungen. Was bedeuten diese für Sie?
Das ist auch eine interessante Frage, denn da gibt es so eine Art Evolution. Als ich 2001 den Fernsehpreis, statt Leute wie Hape Kerkeling und Bully (Michael „Bully“ Herbig, Anmerkung  der Redaktion) bekam, wusste ich gar nicht, was das bedeutete um ehrlich zu sein, da ich Preise nie wirklich so ernst genommen hatte.

Jetzt genießen sie die Auszeichnungen also mehr?
Ja, viel, viel mehr. Ich hatte damals gar keinen Sinn für Preise. Damals konnte ich die Preise nicht wirklich wertschätzen, heute kann ich das viel mehr und sehe das auch als Aufruf für den Künstler, so weiter zu machen. Heute weiß ich viel besser, was da hintersteckt.

Sie sind bekannt für Ihre außergewöhnliche Sprachgeschwindigkeit. Kann man das eigentlich lernen oder wurde Ihnen das Talent in die Wiege gelegt?
(lacht) Ich weiß es nicht, ich glaube beides. Die Faszination von Sprachen und Geräuschen hatte ich schon als Kind. Ich war wie besessen, wollte immer Menschen imitieren. Diese Faszination hat mich zu dieser Karriere gebracht. Darüber bin ich auch sehr froh, weil ich nicht viel anderes kann ehrlich gesagt. Da bin ich sehr dankbar für (lacht).

Da sind Sie auch sehr ehrlich mit, oder?
Also meine Freundin sagt auch immer, dass du zu Geld gekommen bist, ist auch ein Wunder. Im Alltag stelle ich mich schon manchmal richtig dämlich an und habe leider bei vielen Dingen zwei linke Hände. Wenn ich meinen Job verlasse, sieht es wohl eher mau aus (lacht wieder).

Hoffentlich bis dahin ausgesorgt würde man jetzt bei Fußballspielern sagen.
Genau, ich bin der Fußballerspieler unter den Komikern; ein schöner Vergleich.

Wie ist denn Ihr Bezug zu Hannover?
In Hannover bin ich schon ganz oft aufgetreten und komme immer wieder gerne hierher. Anfangs im Theater am Aegi weiß ich noch.

…und jetzt in der Swiss Life Hall.
Genau, heute Abend in der Swiss Life Hall.

Kaya Yanar, vielen Dank für das Gespräch und viel Spaß heute Abend bei ihrem Auftritt.
Ja, Danke sehr.

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Kaya Yanar
wurde 1973 in Frankfurt am Main geboren, ist Komiker und Moderator. Bekannt wurde er durch die Sendung „Was guckst du?!“. Yanar, dessen Eltern aus der Türkei stammen, spielt darin mit Klischees: In Sketchen übernahm er die Rollen des türkischen Türstehers Hakan und des Inders Ranjid. Seit 2008 geht er mit Solo-Programmen auf Tour. 2012 war er außerdem Hauptdarsteller in der Filmkomödie „Agent Ranjid rettet die Welt“.

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