Abstieg ist inakzeptabel für Kind
Rums, der passt genau: Der Treffer von 96-Wirbelwind Allan Saint-Maximin (Nr. 14) auf Schalke war ein kleiner Lichtblick. Foto: deisterpics

Abstieg ist inakzeptabel für Kind

Es wird heiß auf dem Transfermarkt: Verstärkungen müssen bei Hannover 96 sofort einschlagen

Hannover. Die Enttäuschung bei den Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 ist groß. Martin Kind und Martin Bader hatten gehofft, dass die Mannschaft im Auswärtsspiel bei Schalke 04 Schwung holen würde für die letzten beiden Aufgaben des Jahres am Sonnabend (12. Dezember, Anstoß 15.30 Uhr) bei 1899 Hoffenheim und eine Woche später gegen Bayern München (19. Dezember, Anstoß 15.30 Uhr). Die Entscheidung, in der Winterpause die Mannschaft schlagkräftig zu verstärken, ist allerdings unabhängig von den Ergebnissen im Hinrundenschlussspurt bereits gefallen. Denn die 96-Bosse sind alarmiert.
„Die Gefahr ist groß“, sagt Clubchef Kind, der nach zwei Spielzeiten in Abstiegsgefahr vergeblich auf eine ruhige Saison gehofft hatte. Auch Bader, der Geschäftsführer Sport, rechnet damit, dass „wir möglicherweise bis zum letzten Spieltag um die Klasse kämpfen müssen“. Bader ist kein Freund von Aktionismus, auch der schwere Rückschlag mit der erschreckend schwachen Leistung beim 1:3 gegen Schalke 04 ändert daran nichts. „Wir müssen im Winter etwas tun“, sagt er. „Aber das ist nichts Neues.“
Wie viel aber müssen die „Roten“ investieren, um die Chancen zu erhöhen, erstklassig zu bleiben? Von 10 Millionen Euro, die bereitliegen sollen, ist im Umfeld des Clubs die Rede. Eine Summe, die Kind, der das Geld lockermachen muss, nicht bestätigt. „Wir haben noch keine Summe festgelegt, auch im Austausch mit Herrn Bader habe ich das noch nicht gemacht“, sagt Kind. Eine Summe öffentlich zu nennen, mache ohnehin keinen Sinn. „Das lesen die anderen Vereine und die Berater der Spieler, und wir haben unsere Freuden“, sagt der 71-Jährige. Kind will nur so viel verraten: „Es besteht die grundsätzliche Bereitschaft, sich deutlich zu engagieren, wenn es begründet ist.“ Mit anderen Worten: Kind wird tief in die Tasche greifen, wenn garantiert ist, dass die Mannschaft an Qualität gewinnt. Zeit, wie sie Trainer Michael Frontzeck nach dem Sommer reklamiert habe, besitze 96 diesmal nicht: „Wir haben keine Zeit mehr“, sagt Kind, die neuen Spieler müssten sofort einschlagen. „Die Einschätzung der Neuzugänge muss mit großer Sicherheit verbunden sein.“
Der Ball liegt damit bei Bader und dem Sportlichen Leiter Christian Möckel, von ihrem Glück am Transfermarkt wird abhängen, ob es am Ende der Saison erneut ein Happy End gibt. Dabei muss das Duo korrigieren, was es nicht zu verantworten hat; Bader ist erst seit Oktober im Amt, Möckel kam noch später hinzu. „Bislang verwalten wir nur die Fehlentscheidungen des Sommers“, sagt Kind.
Kind vertraut dabei Bader und Möckel. Die Linie hat er vorgegeben: „Wir werden alle Entscheidungen dem Klassenerhalt unterordnen.“ Abstieg – für Kind ist das weiter inakzeptabel.
Bleibt erneut wieder nur der Funken Hoffnung, dass „die Roten“ am Sonnabend in Hoffenheim nochmals alle Kräfte mobiliseren um zu punkten. Ein Auswärtssieg wäre Gold wert. Gegen Bayern hängen die Trauben hoch – vielleicht ruft Frontzeck aber bei Gladbachs Coach André Schubert an und holt sich ein paar wertvolle Tipps. Möglich ist alles!

hr/ck

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